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3 StR 145/25 ECLI:DE:BGH:2025:240625B3STR145.25.0 KI-generiert

Selection of Governing Statutory Framework in Unequal-Type Concurrence of Cannabis and Narcotics Trafficking

Geschäftsnummer 3 StR 145/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The defendant’s appeal was dismissed as unfounded, and the Landgericht Wuppertal’s conviction and sentence from December 3, 2024, were upheld. The case involved a challenge to the sentencing for armed trafficking in cannabis and trafficking in narcotics, where the lower court had applied the exception sentencing framework under § 34 para. 4 Alt. 2 of the Cannabis Act (KCanG) and the statutory minimum one-year imprisonment under § 29 para. 3 sentence 1 of the Narcotics Act (BtMG) as part of an unequal-type concurrence of offenses. The Federal Court of Justice ruled that the lower court’s use of the KCanG framework was legally erroneous because, in cases of unequal-type concurrence, the penalty must be derived from the provision threatening the heavier specific sentence, which in this instance was the BtMG framework; however, the error did not disadvantage the defendant, so the judgment stood.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO; Selection of Governing Statutory Framework in Unequal-Type Concurrence of Cannabis and Narcotics Trafficking: The case involved a challenge to the sentencing for armed trafficking in cannabis and trafficking in narcotics, where the lower court had applied the exception sentencing framework under § 34 para. 4 Alt. 2 of the Cannabis Act (KCanG) and the statutory minimum one-year imprisonment under § 29 para. 3 sentence 1 of the Narcotics Act (BtMG) as part of an unequal-type concurrence of offenses. The Federal Court of Justice ruled that the lower court’s use of the KCanG framework was legally erroneous because, in cases of unequal-type concurrence, the penalty must be derived from the provision threatening the heavier specific sentence, which in this instance was the BtMG framework; however, the error did not disadvantage the defendant, so the judgment stood.

Schlagwörter

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Widerhandlungen betreffend Hanf Betäubungsmittelhandel Strafurteil E-Justice Justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen gesetzliche Voraussetzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

The provision explicitly cited in the dispositive to justify the dismissal of the revision as unfounded because the review revealed no legal error to the detriment of the accused.

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Wuppertal vom 3. Dezember 2024 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Soweit das Landgericht seiner Strafzumessung für die unter Ziffer II. 3. der Urteilsgründe festgestellte Tat rechtsfehlerhaft den Ausnahmestrafrahmen des § 34 Abs. 4 Alternative 2 KCanG zugrunde gelegt und der Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr gemäß § 29 Abs. 3 Satz 1 BtMG – die mehrfache Angabe „§ 29a Abs. 3 BtMG“ (UA S. 24) beruht auf einem offensichtlichen Schreibversehen – eine Sperrwirkung beigemessen hat, beschwert dies den Angeklagten nicht.

Die vom Angeklagten verwirklichten Straftatbestände des bewaffneten Handeltreibens mit Cannabis und des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln stehen zueinander im Verhältnis ungleichartiger Tateinheit. Die Strafe bestimmt sich daher nach dem Gesetz, das die schwerste Strafe androht (§ 52 Abs. 2 Satz 1 StGB). Für die Ermittlung der maßgeblichen Strafdrohung gilt danach nicht eine abstrakte Betrachtungsweise in dem Sinne, dass die Regelstrafrahmen der in Betracht kommenden Strafvorschriften darüber entscheiden, welches Gesetz die höhere Strafe androht. Maßgeblich ist vielmehr ein Vergleich der konkret in Betracht kommenden Strafandrohungen unter Berücksichtigung von Ausnahmestrafrahmen, wie sie etwa bei zahlreichen Delikten für einen minder schweren oder besonders schweren Fall vorgesehen sind (s. BGH, Urteile vom 8. September 1993 – 3 StR 373/93, BGHR StGB § 52 Abs. 2 Androhen 1 mwN; vom 2. Juli 2020 – 4 StR 136/20, juris Rn. 6; ferner Fischer, StGB, 72. Aufl., § 52 Rn. 3; SSW-StGB/Eschelbach, 6. Aufl., § 52 Rn. 76).

Das Landgericht hat rechtsfehlerfrei sowohl einen minder schweren Fall nach § 34 Abs. 4 Alternative 2 KCanG angenommen als auch ein Absehen von der Regelwirkung des erfüllten Regelbeispiels gemäß § 29 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 BtMG verneint. Nach den gesetzlichen Vorgaben wäre die Strafe somit dem im Vergleich höheren Strafrahmen des § 29 Abs. 3 Satz 1 BtMG zu entnehmen gewesen (für den – hier nicht vorliegenden – Fall des im Wege der Gesetzeseinheit verdrängten § 29 BtMG vgl. dagegen BGH, Beschlüsse vom 26. Februar 2020 – 4 StR 474/19, BGHR BtMG § 30a Abs. 3 Strafzumessung 4 Rn. 8 mwN; vom 28. Oktober 2020 – 3 StR 319/20, BGHR BtMG § 29a Abs. 2 Strafzumessung 1 Rn. 5).

Berg Erbguth Kreicker

Voigt Munk