Inadmissibility of immediate appeal against dismissal of appeal for lack of admissibility and prohibition of recharacterization into legal review
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice dismissed the defendant’s immediate appeal as inadmissible and imposed the costs of proceedings on the defendant. The dispute arose when the defendant filed an immediate appeal against an appellate court’s order that had already rejected their ordinary appeal for non-compliance with statutory requirements; the Supreme Court determined that an immediate appeal was not a permissible remedy against such a rejection order, which is instead subject only to legal review by the Federal Court of Justice. The Court also rejected the recharacterization of the improper immediate appeal into a valid legal review application, noting that such recharacterization requires the procedural prerequisites for the alternative remedy to be met, which were not fulfilled here because the filing was not submitted by a lawyer admitted to practice before the Federal Court of Justice. The decision rests on § 522 Abs. 1 Satz 3 and 4 ZPO and § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, which exclude immediate appeal as a remedy for inadmissible appeals and mandate legal review instead, as well as § 140 BGB regarding the limits of recharacterizing procedural acts.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 522 Abs. 1 Satz 4 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 140 BGB, § 575 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO; Inadmissibility of immediate appeal against dismissal of appeal for lack of admissibility and prohibition of recharacterization into legal review: Die "sofortige Beschwerde" der Beklagten gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts vom 15. April 2025, mit dem dieses die Berufung der Beklagten gegen ihre landgerichtliche Verurteilung gemäß § 522 Abs. 1 Satz 3 ZPO als unzulässig verworfen hat, ist nicht statthaft.
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KI-generiertVolltext
Das als sofortige Beschwerde bezeichnete Rechtsmittel der Beklagten vom 29. April 2025 gegen den Beschluss des 7. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom15. April 2025 wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen.
[GRUENDE]
Die "sofortige Beschwerde" der Beklagten gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts vom 15. April 2025, mit dem dieses die Berufung der Beklagten gegen ihre landgerichtliche Verurteilung gemäß § 522 Abs. 1 Satz 3 ZPO als unzulässig verworfen hat, ist nicht statthaft.
Gemäß § 522 Abs. 1 Satz 4 ZPO findet gegen einen Beschluss, mit dem die Berufung durch das Berufungsgericht als unzulässig verworfen wird, die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof statt (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO); eine sofortige Beschwerde ist mithin nicht statthaft.
Eine Umdeutung der "sofortigen Beschwerde" der Beklagten in eine Rechtsbeschwerde in entsprechender Anwendung von § 140 BGB kommt nicht in Betracht. Abgesehen davon, dass der anwaltliche Bevollmächtigte der Beklagten das ausdrücklich als "sofortige Beschwerde" bezeichnete Rechtsmittel nicht beim Rechtsbeschwerdegericht (§ 575 Abs. 1 Satz 1 ZPO) sondern beim Oberlandesgericht eingereicht und nach dem Hinweis des Oberlandesgerichts auf § 522 Abs. 1 Satz 3 und 4 ZPO nicht um eine Weiterleitung an den Bundesgerichtshof gebeten hat, setzt die Umdeutung einer Prozesshandlung entsprechend § 140 BGB in eine andere Prozesshandlung u.a. voraus, dass deren Voraussetzungen gewahrt sind (vgl. BGH, Urteil vom 1. Juni 1983 - IVb ZR 365/81, NJW 1983, 2200, 2201; Urteil vom 6. Dezember 2000 - XII ZR 219/98, NJW 2001, 1217, 1218; Beschluss vom 3. März 2008 - II ZR 251/06,NJW-RR 2008, 876, 877 Rn. 8; BeckOK ZPO/Wulf, Stand 1.12.2024, § 511 Rn. 20).
Das ist hier nicht der Fall. Als Rechtsbeschwerde wäre das Rechtsmittel der Beklagten zwar statthaft (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 522 Abs. 1 Satz 4 ZPO), aber offensichtlich unzulässig, weil es nicht, wie nach § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO erforderlich, durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt wurde.
Born B. Grüneberg Sander
von Selle Adams