Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4 StR 32/25 ECLI:DE:BGH:2025:010725B4STR32.25.0 KI-generiert

Correction of conviction for concurrent bodily harm due to contradiction between judgment tenor and court record

Geschäftsnummer 4 StR 32/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice (BGH), 4th Criminal Senate, dismissed the defendant's appeal as unfounded but ordered a correction to the operative part of the judgment by clarifying that the conviction in Case No. II. 6. is for particularly serious sexual assault in concurrence with bodily harm (*Körperverletzung*), rather than the "dangerous bodily harm" recorded in the stenographic notes. This ruling prevails over the lower court's procedural inconsistency; the Landgericht Arnsberg's judgment of 18 September 2024 remains in force otherwise, with the appellate court finding no other legal errors to the defendant's disadvantage and assigning the costs of the appeal to the defendant. The dispute centered on a formal contradiction between the judgment's main text (citing "intentional bodily harm" under § 223 StGB) and the binding court record, which cited "dangerous bodily harm," requiring the BGH to align the dispositive section with the statutory framework for intentional bodily harm. The decisive legal basis includes § 274 StPO, which establishes the stenographic record as the sole determinant of the proceedings, and the doctrine that the intentionality of the bodily harm need not be explicitly stated in the guilty verdict when the statutory offense is correctly identified.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 274 StPO, § 223 StGB; Correction of conviction for concurrent bodily harm due to contradiction between judgment tenor and court record: Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Arnsberg vom 18. September 2024 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass der Angeklagte im Fall II. 6. der Urteilsgründe wegen besonders schweren sexuellen Übergriffs in Tateinheit mit Körperverletzung verurteilt ist. Im Übrigen hat die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben.

Schlagwörter

KI-generiert
Körperverletzung Urteilsdispositiv kriminelle Aktivität Schuldschein E-Justice prozessleitende Verfügungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Arnsberg vom 18. September 2024 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass der Angeklagte im Fall II. 6. der Urteilsgründe wegen besonders schweren sexuellen Übergriffs in Tateinheit mit Körperverletzung verurteilt ist. Im Übrigen hat die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Soweit das Landgericht den Angeklagten im Fall II. 6. der Urteilsgründe ausweislich der nach § 274 StPO allein maßgebenden Sitzungsniederschrift (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Oktober 2009 – 4 StR 340/09 Rn. 2) wegen besonders schweren sexuellen Übergriffs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen hat, steht dies sowohl in Widerspruch zum Tenor der Urteilsurkunde – dort „vorsätzliche“ Körperverletzung – als auch zu den Urteilsgründen, die allein eine Körperverletzung gemäß § 223 StGB tragen. Der Senat stellt den Urteilstenor daher, wie aus der Beschlussformel ersichtlich, klar, wobei der Umstand, dass die Körperverletzung vorsätzlich begangen wurde, im Schuldspruch nicht zum Ausdruck zu bringen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 23. Oktober 2024 ‒ 4 StR 488/23 Rn. 6).

Quentin Maatsch Marks

Tschakert Gödicke