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2 StR 63/25 ECLI:DE:BGH:2025:210525B2STR63.25.1 KI-generiert

Adhesion claimant's entitlement to legal aid and counsel for the appeal instance where prospects of success need not be examined

Geschäftsnummer 2 StR 63/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Criminal Justice (BGH) granted legal aid and appointed a counsel for the claimant in the appellate instance of an adhesion proceeding. The case involved an adhesion claimant seeking compensation for pain and suffering (Schmerzensgeld) in the criminal prosecution, where legal aid had previously been granted for the first instance; the dispute centered on whether the claimant qualified for continued legal aid in the revision (appeal) phase. The court ordered that the adhesion proceeding requires a separate decision on legal aid for the appellate instance by the competent senate, and since the claimant demonstrated an inability to bear litigation costs based on personal and economic circumstances, the court ruled that a further assessment of the claim's prospects of success was unnecessary, citing § 404 Abs. 5 Satz 3 StPO for jurisdiction, § 404 Abs. 5 Satz 1 StPO iVm § 119 Abs. 1 Satz 2 ZPO for the waiver of success probability review, and § 404 Abs. 5 Satz 2 StPO iVm § 121 Abs. 2 ZPO for the appointment of counsel.

Legislator-Regeste

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§ 119 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 404 Abs. 5 Satz 2 StPO, § 121 Abs. 2 ZPO; Adhesion claimant's entitlement to legal aid and counsel for the appeal instance where prospects of success need not be examined: Im Adhäsionsverfahren ist über den Prozesskostenhilfeantrag für die Revisionsinstanz gesondert zu entscheiden (BGH, Beschluss vom 18. November 2024 – 5 StR 309/24, Rn. 2 mwN). Danach ist vom Senat als befasstem Gericht (§ 404 Abs. 5 Satz 3 StPO) der Adhäsionsklägerin Prozesskostenhilfe für die Revisionsinstanz zu bewilligen und ihr Rechtsanwältin M beizuordnen.

Schlagwörter

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Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege unentgeltliche Rechtsverbeiständung Beschwerdelegitimation Revisionsverfahren E-Justice persönliche Verhältnisse

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Der Adhäsionsklägerin S wird im Adhäsionsverfahren für die Revisionsinstanz Prozesskostenhilfe bewilligt und Rechtsanwältin M aus G beigeordnet.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat der Adhäsionsklägerin Prozesskostenhilfe für den ersten Rechtszug bewilligt und ihr Rechtsanwältin M beigeordnet. Die Adhäsionsklägerin beantragt, ihr auch für das Revisionsverfahren Prozesskostenhilfe unter Beiordnung von Rechtsanwältin M zu gewähren.

Im Adhäsionsverfahren ist über den Prozesskostenhilfeantrag für die Revisionsinstanz gesondert zu entscheiden (BGH, Beschluss vom 18. November 2024 – 5 StR 309/24, Rn. 2 mwN). Danach ist vom Senat als befasstem Gericht (§ 404 Abs. 5 Satz 3 StPO) der Adhäsionsklägerin Prozesskostenhilfe für die Revisionsinstanz zu bewilligen und ihr Rechtsanwältin M beizuordnen.

Die Adhäsionsklägerin ist nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen weiterhin nicht in der Lage, die Prozesskosten aufzubringen. Die Erfolgsaussichten ihres Schmerzensgeldanspruchs waren nicht mehr zu prüfen (§ 404 Abs. 5 Satz 1 StPO iVm § 119 Abs. 1 Satz 2 ZPO). Die Beiordnung beruht auf § 404 Abs. 5 Satz 2 StPO iVm § 121 Abs. 2 ZPO.

Menges Meyberg Grube

Schmidt Zimmermann