Exclusion of prior fine from aggregate sentencing due to lack of extradition consent covering its execution under the principle of specialty
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Criminal Division upheld the individual prison sentences for two counts of habitual gang fraud but partially reversed the Landgericht Bamberg’s judgment regarding the aggregate sentence, ordering that the inclusion of a prior monetary penalty from a Garmisch-Partenkirchen order be dropped and that a new total sentence be determined in subsequent proceedings. The defendant challenged the aggregate imprisonment of three and a half years, which had been formed by merging two separate prison terms with a prior fine; while the court rejected the argument that the individual sentences were mismeasured due to an unacknowledged lack of prior criminal record, it found the inclusion of the prior fine legally invalid. The decision rests on the principle of specialty (*Spezialitätsgrundsatz*) under the European Arrest Warrant framework, which prevents German courts from including sentences not covered by the extradition consent unless the defendant explicitly waived this protection, a condition not met here; consequently, the case was remanded for a new aggregate sentencing determination under §§ 460, 462 StPO.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 4 StPO, § 349 Abs. 2 StPO, § 55 Abs. 1 StGB, §§ 460, 462 StPO; Exclusion of prior fine from aggregate sentencing due to lack of extradition consent covering its execution under the principle of specialty: The defendant challenged the aggregate imprisonment of three and a half years, which had been formed by merging two separate prison terms with a prior fine; while the court rejected the argument that the individual sentences were mismeasured due to an unacknowledged lack of prior criminal record, it found the inclusion of the prior fine legally invalid. The decision rests on the principle of specialty (*Spezialitätsgrundsatz*) under the European Arrest Warrant framework, which prevents German courts from including sentences not covered by the extradition consent unless the defendant explicitly waived this protection, a condition not met here; consequently, the case was remanded for a new aggregate sentencing determination under §§ 460, 462 StPO.
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KI-generiertThe court ordered that a subsequent judicial decision regarding the new total sentence and costs be made in accordance with these procedural provisions.
Volltext
Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Bamberg vom 19. März 2024, soweit es ihn betrifft, im Ausspruch über die Gesamtstrafe mit der Maßgabe aufgehoben, dass die Einbeziehung der Strafe aus dem Strafbefehl des Amtsgerichts Garmisch-Partenkirchen vom 13. April 2023 entfällt und über die Gesamtstrafe eine nachträgliche gerichtliche Entscheidung nach §§ 460, 462 StPO, auch über die Kosten des Rechtsmittels, zu treffen ist.
Die weitergehende Revision wird verworfen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in zwei Fällen schuldig gesprochen und ihn unter Einbeziehung einer gegen ihn mit Strafbefehl des Amtsgerichts Garmisch-Partenkirchen vom 13. April 2023 verhängten Geldstrafe zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Ferner hat es den Anrechnungsmaßstab für die vom Angeklagten in Polen erlittene Auslieferungshaft bestimmt und eine Einziehungsentscheidung getroffen. Gegen dieses Urteil wendet sich der Angeklagte mit seiner auf die Rüge der Verletzung sachlichen Rechts gestützten Revision. Das Rechtsmittel hat lediglich in dem aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Umfang Erfolg (§ 349 Abs. 4 StPO); im Übrigen erweist es sich als unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.
1. Die für die beiden Betrugstaten verhängten Einzelfreiheitsstrafen von zwei Jahren sowie von zwei Jahren und sechs Monaten haben Bestand. Zwar hat das Landgericht bei der Strafbemessung nicht zu Gunsten des Angeklagten berücksichtigt, dass er zu den Tatzeitpunkten unbestraft war, worauf der Generalbundesanwalt in seiner Antragsschrift zutreffend hingewiesen hat. In Übereinstimmung mit dem Generalbundesanwalt erachtet der Senat die verhängten Einzelstrafen aber als tat- und schuldangemessen im Sinne des § 354a Abs. 1a Satz 1 StPO.
2. Hingegen unterliegt die Gesamtfreiheitsstrafe der Aufhebung. Das Landgericht hat zu Unrecht die Einbeziehung der Geldstrafe aus dem Strafbefehl des Amtsgerichts Garmisch-Partenkirchen vom 13. April 2023 ausgesprochen. Zwar ist diese Strafe an sich nach § 55 Abs. 1 StGB gesamtstrafenfähig. Der Einbeziehung steht aber der Grundsatz der Spezialität entgegen, weil sich die Auslieferungsbewilligung nicht auf die Vollstreckung dieser Geldstrafe erstreckt und der Angeklagte nicht auf die Beachtung des Spezialitätsgrundsatzes verzichtet hat (vgl. BGH, Beschlüsse vom 11. März 2025 – 5 StR 646/24; vom 8. November 2022 – 5 StR 339/22; vom 24. Februar 2022 – 6 StR 48/22, NStZ-RR 2022, 154). Der Senat macht von der Möglichkeit Gebrauch, die neue Bildung einer Gesamtfreiheitsstrafe dem Verfahren nach §§ 460, 462 StPO zu überantworten (§ 354 Abs. 1b StPO).
Bartel
Feilcke
RiBGH Wenske isturlaubsbedingt unddaher gehindert zuunterschreiben.
Bartel
von Schmettau
Arnoldi