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2 StR 339/24 ECLI:DE:BGH:2025:010725B2STR339.24.0 KI-generiert

Partial dismissal of conviction for negligent omission to render assistance on grounds of procedural economy

Geschäftsnummer 2 StR 339/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) partially granted the defendant's revision, ordering the proceedings to be dismissed for the charge of negligent omission to render assistance and modifying the remaining judgment to impose a prison sentence of one year and ten months for negligent homicide and negligent bodily harm, while dismissing the remainder of the appeal and assigning the defendant the costs of the remaining proceedings. The dispute centered on an appeal against a lower court's conviction for negligent homicide in concurrence with negligent bodily harm and negligent omission to render assistance, which had resulted in a total suspended sentence of two years; the specific challenge involved both procedural and substantive errors. The decisive legal basis was § 154 Abs. 2 StPO, under which the Senior Public Prosecutor requested dismissal of the omitted-assistance charge for reasons of procedural economy, leading to the reduction of the aggregate sentence and the elimination of the associated fine, while the compensation decision remained unaffected.

Legislator-Regeste

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Partial dismissal of conviction for negligent omission to render assistance on grounds of procedural economy: Der Senat stellt das Verfahren auf Antrag des Generalbundesanwalts gemäß § 154 Abs. 2 StPO aus prozessökonomischen Gründen mit der Kostenfolge des § 467 Abs. 1 StPO ein, soweit die Angeklagte wegen unterlassener Hilfeleistung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 80 Euro verurteilt worden ist.

Schlagwörter

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Herabsetzung der Busse teilbedingte Strafe fahrlässige Körperverletzung Strafurteil Teilentscheid prozessleitende Verfügungen
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Volltext

Strafverurteilung wegen fahrlässiger Tötung u.a.: Verfahrenseinstellung in der Revisionsinstanz wegen des Vorwurfs der unterlassenen Hilfeleistung

[TENOR]

1. Auf die Revision der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Köln vom 28. September 2023 wird

a) das Verfahren eingestellt, soweit die Angeklagte wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt worden ist; im Umfang der Einstellung fallen die Kosten des Verfahrens und die der Angeklagten insoweit entstandenen notwendigen Auslagen der Staatskasse zur Last;

b) das vorgenannte Urteil im Schuld- und Strafausspruch dahin geändert, dass die Angeklagte wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt ist.

2. Die weitergehende Revision wird verworfen.

3. Die Beschwerdeführerin hat die verbleibenden Kosten des Rechtsmittels und die den Nebenklägern im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat die Angeklagte wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung sowie wegen unterlassener Hilfeleistung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, deren Vollstreckung es zur Bewährung ausgesetzt hat. Zudem hat es eine Kompensationsentscheidung getroffen, nach der zwei Monate der verhängten Gesamtfreiheitsstrafe als vollstreckt gelten. Die auf die Verletzung formellen und sachlichen Rechts gestützte Revision der Angeklagten hat den aus der Beschlussformel ersichtlichen Teilerfolg; im Übrigen ist sie unbegründet.

1. Der Senat stellt das Verfahren auf Antrag des Generalbundesanwalts gemäß § 154 Abs. 2 StPO aus prozessökonomischen Gründen mit der Kostenfolge des § 467 Abs. 1 StPO ein, soweit die Angeklagte wegen unterlassener Hilfeleistung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 80 Euro verurteilt worden ist.

2. Den Verfahrensrügen bleibt aus den Gründen der Zuschrift des Generalbundesanwalts der Erfolg versagt. Auch die auf die Sachrüge veranlasste weitere Nachprüfung des angefochtenen Urteils hat keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben.

3. Die teilweise Verfahrenseinstellung hat die Änderung des Schuldspruchs sowie den Wegfall der für die eingestellte Tat festgesetzten Einzelgeldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 80 Euro und der Gesamtstrafe zur Folge. Der Ausspruch über die Kompensation bleibt hiervon unberührt (vgl. BGH, Beschluss vom 18. Dezember 2014 – 1 StR 242/14, NStZ 2015, 352, 353).

4. Angesichts des geringen Teilerfolgs ist es nicht unbillig, die Angeklagte mit den gesamten – nach der teilweisen Verfahrenseinstellung verbleibenden – Kosten ihres Rechtsmittels zu belasten (§ 473 Abs. 4 StPO).

Menges Zeng Meyberg

Zimmermann Herold