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XIII ZB 23/24 ECLI:DE:BGH:2025:170625BXIIIZB23.24.0 KI-generiert

Deportation detention refusal based on indefinite employment and partner's pregnancy outweighing non-departure intent under § 62b AufenthG

Geschäftsnummer XIII ZB 23/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The BGH 13th Civil Senate dismissed the affected person's legal complaint, upholding the lower court's order of deportation detention and leaving the detention in force. The dispute concerned the legality of a deportation detention order imposed on a foreign national who explicitly stated an intention not to leave the country. The court rejected the argument that the detention judge failed to exercise discretion adequately, ruling that the affected person's claims of a pregnant partner and indefinite employment were insufficient to outweigh the risk of non-departure under the applicable legal framework. The decision was based on § 62b(1) Sentence 1 of the Residence Act (AufenthG) in its version applicable until February 26, 2024, and § 74(7) FamFG.

Legislator-Regeste

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§ 62b Abs. 1 Satz 1 AufenthG, § 74 Abs. 7 FamFG; Deportation detention refusal based on indefinite employment and partner's pregnancy outweighing non-departure intent under § 62b AufenthG: The dispute concerned the legality of a deportation detention order imposed on a foreign national who explicitly stated an intention not to leave the country. The court rejected the argument that the detention judge failed to exercise discretion adequately, ruling that the affected person's claims of a pregnant partner and indefinite employment were insufficient to outweigh the risk of non-departure under the applicable legal framework. The decision was based on § 62b(1) Sentence 1 of the Residence Act (AufenthG) in its version applicable until February 26, 2024, and § 74(7) FamFG.

Schlagwörter

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Haftstrafe persönliche Verhältnisse Aussetzung des Wegweisungsvollzugs Ausreise Ausländergesetz Abschiebung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 62b Abs. 1 Satz 1 AufenthG
Die Anordnung des Ausreisegewahrsams gemäß § 62b Abs. 1 Satz 1 AufenthG in der bis zum 26.
§ 74 Abs. 7 FamFG
Cited in the numbered orders to justify the omission of a further written reasoning for the dismissal.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 74 Abs. 7 FamFG

Cited in the numbered orders to justify the omission of a further written reasoning for the dismissal.

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Volltext

Die Rechtsbeschwerde des Betroffenen gegen den Beschluss des Landgerichts Karlsruhe - Zivilkammer XI - vom 4. März 2024 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.

Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens beträgt 5.000 €.

[GRUENDE]

Die Rechtsbeschwerde hat keinen Erfolg. Die Anordnung des Ausreisegewahrsams gemäß § 62b Abs. 1 Satz 1 AufenthG in der bis zum 26. Februar 2024 geltenden Fassung ist nicht zu beanstanden (vgl. BGH, Beschluss vom 17. Juni 2025 - XIII ZB 7/24, zur Veröff. best.). Insbesondere greift die Rüge der Rechtsbeschwerde nicht durch, der Haftrichter habe mangels Auseinandersetzung mit konkreten, individuellen Gesichtspunkten sein Ermessen nicht hinreichend ausgeübt. Nach dem Vortrag der Rechtsbeschwerde ist kein weiterer relevanter Umstand erkennbar, der innerhalb der Abwägung einer eingehenden Würdigung bedurft hätte. Die vom Haftrichter bei der Anhörung zur Kenntnis genommenen und im Zusammenhang mit der Widerlegung der Vermutung genannten Umstände, dass die Freundin des Betroffenen schwanger sei und er über einen unbefristeten Arbeitsplatz verfüge, vermochten vor dem Hintergrund, dass der Betroffene ausdrücklich erklärt hatte, nicht ausreisen zu wollen, zugunsten des Betroffenen keine Bedeutung zu erlangen.

Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 74 Abs. 7 FamFG abgesehen.

Roloff Tolkmitt Vogt-Beheim

Holzinger Kochendörfer