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IX ZB 42/24 ECLI:DE:BGH:2025:050325BIXZB42.24.0 KI-generiert

Inadmissibility of legal complaint against recusal order in insolvency proceedings and denial of legal aid

Geschäftsnummer IX ZB 42/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the debtor’s legal complaint as inadmissible and denied her application for legal aid, upholding the lower court’s decision. The dispute concerned the debtor’s attempt to challenge the Regional Court of Kassel’s ruling on the recusal of court personnel within insolvency proceedings. The BGH held that no further legal remedy was available because the law does not generally permit a legal complaint against decisions on the recusal of court personnel, and the Regional Court had not specifically authorized such an appeal; consequently, the non-admission of the appeal itself is not subject to review, nor is extraordinary review or constitutional complaint admissible. Because the intended legal pursuit lacked a sufficient prospect of success, the application for legal aid was also rejected under § 4 sentence 1 InsO and § 114 (1) sentence 1 ZPO.

Legislator-Regeste

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Inadmissibility of legal complaint against recusal order in insolvency proceedings and denial of legal aid: Die Bewilligung von Prozesskostenhilfe kommt aus den genannten Gründen ebenfalls nicht in Betracht, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (§ 4 Satz 1 InsO, § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

Schlagwörter

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Zahlungsunfähigkeit Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege verspätetes Ausstandsbegehren E-Justice Klagebewilligung ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen
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Volltext

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 3. Zivilkammer des Landgerichts Kassel vom 25. Oktober 2024 wird auf Kosten der Schuldnerin als unzulässig verworfen.

Der Antrag der Schuldnerin auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für das Verfahren der Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 3. Zivilkammer des Landgerichts Kassel vom 25. Oktober 2024 wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Gegen den Beschluss des Beschwerdegerichts ist kein Rechtsmittel gegeben. Die Rechtsbeschwerde ist gemäß § 4 Satz 1 InsO, § 577 Abs. 1 Satz 2 ZPO als unzulässig zu verwerfen. Sie ist nicht statthaft. Weder sieht das Gesetz im Verfahren über die Ablehnung von Gerichtspersonen die Möglichkeit der Rechtsbeschwerde allgemein vor (§ 46 Abs. 2, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO). Im Insolvenzverfahren gilt nichts anderes (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Mai 2011 - IX ZB 246/10, WM 2011, 1083 Rn. 6 zu § 7 InsO aF). Noch hat das Beschwerdegericht die Rechtsbeschwerde zugelassen (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO). Die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde ist im Gegensatz zu den Regelungen der Revision (§ 544 ZPO) auch nicht anfechtbar (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Januar 2008 - IX ZB 109/07, WuM 2008, 113). Der Weg einer außerordentlichen Beschwerde ist nicht eröffnet (vgl. BGH, Beschluss vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133 ff) und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (BVerfGE 107, 395 ff).

Die Bewilligung von Prozesskostenhilfe kommt aus den genannten Gründen ebenfalls nicht in Betracht, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (§ 4 Satz 1 InsO, § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

Schoppmeyer Schultz Selbmann

Harms Kunnes