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1 StR 154/25 ECLI:DE:BGH:2025:260525B1STR154.25.0 KI-generiert

Conflict between the § 177(6) StGB penalty framework barrier effect and mitigation under § 49(1) StGB

Geschäftsnummer 1 StR 154/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) 1st Criminal Senate dismissed the defendant's appeal as unfounded, upholding the Landgericht München I judgment of 7 August 2024, and ordered the defendant to bear the costs of the proceedings and the victim's necessary legal expenses. The dispute concerned a conviction for sexual assault, specifically challenging the sentencing court's application of the "Sperrwirkung" (barrier effect) of the aggravated penalty range under § 177(6) Sentence 1 StGB, which precluded the application of a milder penalty range under § 177(9) Variant 3 StGB. The BGH ruled that the appellate court did not commit a fatal legal error; although it failed to explicitly discuss the possibility of disregarding the barrier effect by applying the statutory mitigating grounds of §§ 46a, 49(1) StGB, the original sentencing court's reasoning demonstrated a clear intent to adhere to the standard aggravating factors rather than applying further mitigation that would have eliminated the barrier.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO; Conflict between the § 177(6) StGB penalty framework barrier effect and mitigation under § 49(1) StGB: The dispute concerned a conviction for sexual assault, specifically challenging the sentencing court's application of the "Sperrwirkung" (barrier effect) of the aggravated penalty range under § 177(6) Sentence 1 StGB, which precluded the application of a milder penalty range under § 177(9) Variant 3 StGB. The BGH ruled that the appellate court did not commit a fatal legal error; although it failed to explicitly discuss the possibility of disregarding the barrier effect by applying the statutory mitigating grounds of §§ 46a, 49(1) StGB, the original sentencing court's reasoning demonstrated a clear intent to adhere to the standard aggravating factors rather than applying further mitigation that would have eliminated the barrier.

Schlagwörter

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sexuelle Nötigung fehlerhafte Strafzumessung schwerer Fall gesetzliche Voraussetzungen strafrechtlicher Vorsatz Wirkungen des Urteils

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the dispositive as the basis for dismissing the appeal as unfounded.

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts München I vom 7. August 2024 wird als unbegründet verworfen (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Soweit das Landgericht seiner Strafzumessung für die unter Ziffer C. II. 2. 1. bis C. II. 2. 14. des Urteils festgestellten Taten den Strafrahmen des § 177 Abs. 6 Satz 1 StGB zugrunde gelegt hat, weil es diesem gegenüber dem milderen Strafrahmen des § 177 Abs. 9 Variante 3 StGB eine Sperrwirkung zugemessen hat, birgt dies keinen durchgreifenden Rechtsfehler. Zwar wäre ein Absehen von der Regelwirkung des § 177 Abs. 6 Satz 1 StGB unter (erneuter) Berücksichtigung des vertypten Milderungsgrunds aus §§ 46a, 49 Abs. 1 StGB mit der Folge des Entfallens der Sperrwirkung grundsätzlich möglich gewesen, was im Urteil unerörtert bleibt. Der Senat kann aufgrund der Ausführungen des Landgerichts zum zunächst angewandten Qualifikationsstrafrahmen des § 177 Abs. 7 StGB allerdings ausschließen, dass das Landgericht zu einem Absehen von der Regelwirkung gelangt wäre. Denn es hat die Annahme eines minder schweren Falles nach § 177 Abs. 9 Variante 3 StGB ausdrücklich nur unter Heranziehung des vertypten Milderungsgrunds aus §§ 46a, 49 Abs. 1 StGB neben den allgemeinen Milderungsgründen für möglich erachtet. Daraus und aus den Ausführungen zum Festhalten an der Regelwirkung des § 177 Abs. 6 Satz 1 StGB ergibt sich, dass es eine weitere Strafrahmenmilderung, die einem Entfallen der Sperrwirkung gleichgekommen wäre, nicht vornehmen wollte.

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