Reclassification of cannabis trafficking under the new Consumable Cannabis Act and omission of the "unauthorized" descriptor in criminal verdicts
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) partially granted the defendant's appeal, amending the conviction to "dealing in cannabis" under the Consumable Cannabis Act (KCanG) while upholding the three-year prison sentence and rejecting further appeal arguments, leaving the conviction in force with the corrected legal classification. The case involved a challenge to the Landgericht Krefeld's original conviction for "unauthorized dealing in narcotics" based on the sale of 53.76 kg of marijuana containing 6.45 kg of THC, where the defendant argued the newer, milder KCanG should apply. The court applied § 2 Abs. 3 StGB to substitute the prior narcotics law with the KCanG as the milder law, citing § 34 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 2 Abs. 1 Nr. 4 KCanG, and ruled that the term "unauthorized" was legally superfluous for the KCanG offense, while noting that the quantity threshold for "significant amount" serves only as a statutory model for particularly serious cases under § 34 Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG rather than an independent element of the charge.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 473 Abs. 4 StPO; Reclassification of cannabis trafficking under the new Consumable Cannabis Act and omission of the "unauthorized" descriptor in criminal verdicts: The case involved a challenge to the Landgericht Krefeld's original conviction for "unauthorized dealing in narcotics" based on the sale of 53.76 kg of marijuana containing 6.45 kg of THC, where the defendant argued the newer, milder KCanG should apply. The court applied § 2 Abs. 3 StGB to substitute the prior narcotics law with the KCanG as the milder law, citing § 34 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 2 Abs. 1 Nr. 4 KCanG, and ruled that the term "unauthorized" was legally superfluous for the KCanG offense, while noting that the quantity threshold for "significant amount" serves only as a statutory model for particularly serious cases under § 34 Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG rather than an independent element of the charge.
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KI-generiertCited in the dispositive to justify imposing the full costs of the legal remedy on the appellant due to the limited success of the revision.
Volltext
1. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Krefeld vom 12. April 2024, soweit es ihn betrifft, im Schuldspruch dahin geändert, dass er des Handeltreibens mit Cannabis schuldig ist.
2. Die weitergehende Revision wird verworfen.
3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen „unerlaubten“ Handeltreibens mit „Betäubungsmitteln“ zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Die auf die Rüge der Verletzung materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten führt zu der aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Änderung des Schuldspruchs. Im Übrigen ist das Rechtsmittel unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.
1. Ausweislich der Urteilsgründe hat das Landgericht auf die rechtsfehlerfrei festgestellte Tat des Angeklagten – das teilweise vollzogene Umsatzgeschäft über 53,76 Kilogramm Marihuana mit einer Wirkstoffmenge von 6,45 Kilogramm Tetrahydrocannabinol (THC) – nach § 2 Abs. 3 StGB das Konsumcannabisgesetz als im Einzelfall milderes Recht angewendet und sie als Handeltreiben mit Cannabis gemäß § 34 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 2 Abs. 1 Nr. 4 KCanG gewertet. Dagegen ist nichts zu erinnern. Die Strafkammer hat diese Strafbarkeit allerdings nicht in der Urteilsformel zum Ausdruck gebracht.
Deshalb ist der Schuldspruch entsprechend zu ändern (§ 354 Abs. 1 StPO analog). Einer Tatkennzeichnung als „unerlaubt“ (oder „verboten“) bedarf es dabei nicht, weil die Strafvorschriften des § 34 KCanG allein den untersagten Umgang mit Cannabis betreffen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 23. April 2024 – 5 StR 153/24, NStZ-RR 2024, 216; vom 7. Januar 2025 – 3 StR 498/24, juris Rn. 6). Dass sich das Geschäft auf Cannabis in nicht geringer Menge bezog, die auch unter dem Konsumcannabisgesetz bei einer Wirkstoffmenge von 7,5 Gramm THC erreicht ist, bleibt im Schuldspruch unberücksichtigt; denn dieser Umstand stellt nach § 34 Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG lediglich ein Regelbeispiel für einen besonders schweren Fall dar (s. BGH, Beschluss vom 7. Januar 2025 – 3 StR 485/24, juris Rn. 8 mwN).
2. Einen weiteren dem Angeklagten nachteiligen Rechtsfehler hat die sachlichrechtliche Nachprüfung des Urteils nicht ergeben.
3. In Anbetracht des nur geringen Teilerfolgs der Revision ist es nicht unbillig, den Beschwerdeführer mit den gesamten Kosten des Rechtsmittels zu belasten (§ 473 Abs. 4 StPO).
Schäfer Berg Erbguth
Kreicker Munk