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2 StR 639/24 ECLI:DE:BGH:2025:260525B2STR639.24.0 KI-generiert

Replacement of mandatory counsel following loss of professional admission

Geschäftsnummer 2 StR 639/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) ordered the removal of the accused’s current court-appointed defender, who had lost legal admission due to age, and appointed the accused’s former retained counsel as the new mandatory defense attorney, effectively ruling in favor of the court’s administrative duty to ensure valid legal representation. The dispute arose from the invalidity of the existing *officio* counsel’s mandate following the expiration of their professional qualification, a situation requiring immediate correction under the rules of necessary defense, while clarifying that the earlier appointment of a second attorney during the main hearing was merely a valid appointment of a substitute defender for that specific term. The court grounded its decision in § 138 Abs. 1 and § 140 Abs. 1 Nr. 2 StPO regarding the requirements for mandatory defense and the necessity of such representation, specifically applying § 143a Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Alt. 2 StPO to effectuate the transfer of the mandate from the lapsed *officio* counsel to the accused’s prior *Wahlverteidiger* who had signified the intent to relinquish their private mandate.

Legislator-Regeste

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Replacement of mandatory counsel following loss of professional admission: Dem Angeklagten B. wird unter Aufhebung der Bestellung des früheren Rechtsanwalts O. aus B. Rechtsanwalt H. aus B. zum Pflichtverteidiger bestellt.

Schlagwörter

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Bestellung eines Rechtsbeistands Anwaltszwang Einwendungen Vertretungsverbot für Rechtsanwälte Begriff der Entscheidung anwaltliche Sorgfaltspflicht
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Volltext

Dem Angeklagten B. wird unter Aufhebung der Bestellung des früheren Rechtsanwalts O. aus B. Rechtsanwalt H. aus B. zum Pflichtverteidiger bestellt.

[GRUENDE]

Der bisherige Pflichtverteidiger des Angeklagten ist aus Altersgründen nicht mehr als Rechtsanwalt zugelassen. Damit erfüllt er nicht mehr die Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Februar 2002 – 5 StR 617/01, BGHSt 47, 238, 239). Entsprechend ist seine Bestellung aufzuheben und dem Angeklagten sein bisheriger Wahlverteidiger, der die Niederlegung des Wahlmandats angekündigt hat, zum Pflichtverteidiger zu bestellen (§ 143a Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Alt. 2 StPO; vgl. BGH, Beschluss vom 16. Dezember 2024 – 5 StR 474/24, Rn. 2). Es liegt ein Fall der notwendigen Verteidigung vor (§ 140 Abs. 1 Nr. 2 StPO). Die Bestellung von Rechtsanwältin L. „als weitere Pflichtverteidigerin“ in der Hauptverhandlung am 8. August 2024 ist als (bloße und rechtlich zulässige, vgl. BGH, Beschluss vom 19. Februar 2025 – StB 4-6/25, Rn. 18) Bestellung eines Terminvertreters zu verstehen.

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