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VIII ZA 17/23 ECLI:DE:BGH:2024:121124BVIIIZA17.23.0 KI-generiert

Objection to court cost assessment limited to calculation errors, not underlying liability

Geschäftsnummer VIII ZA 17/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (8th Civil Senate) rejected the applicant's objection to the court's billing of €66 in costs, upholding the original fee assessment. The dispute concerned the procedural appropriateness of a party's objection ("Erinnerung") against a cost bill arising from the dismissal of the applicant's earlier hearing complaint ("Anhörungsrüge") as inadmissible and at the applicant's expense. The court held that the objection, while admissible, failed on the merits because it challenged the underlying decision to impose costs (the substantive cost liability) rather than the mathematical or legal calculation of the fees themselves, which are governed by the relevant tariff number. The decisive legal basis includes § 66 Abs. 1 and 6 GKG, which limits the scope of an objection to violations of cost law in the assessment and assigns jurisdiction for such reviews to the single judge ("Einzelrichter") at the Federal Court of Justice, with the objection proceeding being free of court fees and non-recoverable of extrajudicial costs.

Legislator-Regeste

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Objection to court cost assessment limited to calculation errors, not underlying liability: 1. Über die Erinnerung gegen den Kostenansatz (§ 66 Abs. 1 Satz 1 GKG) entscheidet gemäß § 1 Abs. 5, § 66 Abs. 6 Satz 1 GKG auch beim Bundesgerichtshof der Einzelrichter (BGH, Beschluss vom 3. Februar 2021 - IX ZR 93/20, juris Rn. 3 mwN).

Schlagwörter

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Kostenauflage Kostenberechnung Zivilrechtsstreitigkeit Verfahrensrügen materieller Fehler Kostenvorschuss
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Volltext

Die Erinnerung des Antragstellers vom 15. August 2024 gegen den Kostenansatz des Bundesgerichtshofs vom 17. Mai 2024 (Kassenzeichen 780024128647) wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

I. Mit Beschluss vom 16. April 2024 hat der Senat die Anhörungsrüge des Antragstellers gegen den Senatsbeschluss vom 19. März 2024 auf seine Kosten als unzulässig verworfen. Mit der Kostenrechnung vom 17. Mai 2024 wurden dem Antragsteller Gerichtskosten in Höhe von 66 € zum Soll gestellt.

Dagegen wendet sich der Antragsteller mit seiner Erinnerung vom 15. August 2024.

II. 1. Über die Erinnerung gegen den Kostenansatz (§ 66 Abs. 1 Satz 1 GKG) entscheidet gemäß § 1 Abs. 5, § 66 Abs. 6 Satz 1 GKG auch beim Bundesgerichtshof der Einzelrichter (BGH, Beschluss vom 3. Februar 2021 - IX ZR 93/20, juris Rn. 3 mwN).

2. Die zulässige Erinnerung bleibt in der Sache ohne Erfolg.

Mit dem Rechtsbehelf der Erinnerung nach § 66 Abs. 1 GKG kann sich der Erinnerungsführer nur gegen den Kostenansatz selbst, also gegen die Verletzung des Kostenrechts und nicht gegen die Kostenbelastung der Partei als solche wenden (vgl. Senatsbeschluss vom 15. Dezember 2020 - VIII ZB 12/20, juris Rn. 5). Einwendungen gegen den - für die Verwerfung der Anhörungsrüge zutreffend aus Nr. 1700 des Kostenverzeichnisses in Anlage 1 des Gerichtskostengesetzes ermittelten - Kostenansatz erhebt der Antragsteller vorliegend nicht; er wendet sich vielmehr gegen die Kostengrundentscheidung.

3. Das Erinnerungsverfahren ist gerichtsgebührenfrei. Außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet (§ 66 Abs. 8 GKG).

Dr. Böhm