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VIII ZA 15/24 ECLI:DE:BGH:2024:191124BVIIIZA15.24.0 KI-generiert

Legal aid for non-admission complaint denied due to failure to file application and financial declaration within statutory deadline

Geschäftsnummer VIII ZA 15/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the defendant's application for legal aid to file a non-admission complaint against the Landgericht Wiesbaden's decision, determining that the intended legal action lacked a sufficient prospect of success under Section 114(1) Sentence 1 of the Code of Civil Procedure. The dispute concerned the availability of legal aid for an appellate challenge where the defendant failed to act with due diligence by submitting the application only after the statutory deadline for filing the non-admission complaint had expired and without attaching the mandatory declaration of personal and financial circumstances. The decisive legal basis is the requirement that a party seeking legal aid must submit the application along with necessary documentation within the applicable legal remedy period to be considered prevented without fault; because the defendant missed the October 7, 2024, deadline and omitted required exhibits, the prerequisite of a sufficient chance of success for the legal aid was not met.

Legislator-Regeste

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§ 117 Abs. 2 ZPO, § 117 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO; Legal aid for non-admission complaint denied due to failure to file application and financial declaration within statutory deadline: The dispute concerned the availability of legal aid for an appellate challenge where the defendant failed to act with due diligence by submitting the application only after the statutory deadline for filing the non-admission complaint had expired and without attaching the mandatory declaration of personal and financial circumstances. The decisive legal basis is the requirement that a party seeking legal aid must submit the application along with necessary documentation within the applicable legal remedy period to be considered prevented without fault; because the defendant missed the October 7, 2024, deadline and omitted required exhibits, the prerequisite of a sufficient chance of success for the legal aid was not met.

Schlagwörter

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Nachweis des Anspruchs auf Prozesskostenhilfe Untätigkeitsklage gesetzliche Frist Zivilprozessordnung finanzielle Verhältnisse Beweislast

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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VIII ZR 13/21
Februar 2021 - VIII ZR 13/21, juris Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO

Serves as the decisive legal basis for dismissing the application because the intended legal pursuit lacked a sufficient prospect of success.

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Volltext

Der Antrag des Beklagten auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Landgerichts Wiesbaden vom 4. September 2024 (3 S 13/24) wird zurückgewiesen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

[GRUENDE]

Die für eine Bewilligung von Prozesskostenhilfe erforderliche hinreichende Erfolgsaussicht der von dem Beklagten beabsichtigten Nichtzulassungsbeschwerde ist bereits deshalb zu verneinen, weil der Beklagte innerhalb der laufenden Frist zur Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde, die hier am 7. Oktober 2024 endete, nicht alles getan hat, was nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs von einer bedürftigen Partei, die ein Rechtsmittel einlegen möchte, zu verlangen ist.

Ein Rechtsmittelführer, der innerhalb der Rechtsmittelfrist oder Rechtsmittelbegründungsfrist Prozesskostenhilfe beantragt hat, ist bis zur Entscheidung über seinen Antrag als unverschuldet verhindert anzusehen, das Rechtsmittel wirksam einzulegen oder rechtzeitig zu begründen, wenn er nach den gegebenen Umständen vernünftigerweise nicht mit der Ablehnung seines Antrags wegen fehlender Bedürftigkeit rechnen musste. Eine bedürftige Prozesspartei, die eine gegen sie ergangene Entscheidung mit einem Rechtsmittel angreifen will, kann sich darauf beschränken, innerhalb der Rechtsmittelfrist einen Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe unter Beifügung der nach § 117 Abs. 2 ZPO erforderlichen Erklärung über ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nebst den notwendigen Belegen beim Prozessgericht einzureichen und die Einlegung des Rechtsmittels bis zur Entscheidung über den Prozesskostenhilfeantrag zurückzustellen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 28. Mai 2024 - VIII ZA 14/23, juris Rn. 7; vom 23. Februar 2021 - VIII ZR 13/21, juris Rn. 3; jeweils mwN).

Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall nicht erfüllt, da der Prozesskostenhilfeantrag erst am 14. Oktober 2024 bei dem Bundesgerichtshof eingegangen ist und dem Antrag überdies die gemäß § 117 Abs. 2 Satz 1 ZPO erforderliche Erklärung des Beklagten über seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nebst den notwendigen Belegen nicht beigefügt war.

Dr. Bünger Dr. Liebert Dr. Schmidt

Wiegand Dr. Reichelt