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2 StR 320/24 ECLI:DE:BGH:2025:130325B2STR320.24.0 KI-generiert

Hearing objection under § 356a StPO for alleged non-engagement with General Public Prosecutor’s statement on procedural appeal

Geschäftsnummer 2 StR 320/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The defendant’s objection (Anhörungsrüge) against the BGH 2. Strafsenat’s earlier ruling was dismissed, with costs imposed on the defendant, leaving the January 7, 2025, decision intact. The earlier ruling had modified the conviction of a defendant from the Landgericht Erfurt based on the newly effective Cannabis Consumption Act, largely quashed the sentencing, and remanded the case to a different chamber of the Landgericht for new trial and judgment. The defendant challenged the earlier ruling, alleging that the appellate court violated the right to be heard by adopting the General Public Prosecutor’s legal assessment on a procedural objection without adequately engaging with the defense’s counterarguments. The court rejected this, ruling under § 356a StPO that no violation of the right to be heard occurred because the appellate court neither relied on unexamined facts nor ignored relevant arguments, and further holding that the objection impermissibly sought to re-argue the merits of the original appeal rather than addressing a specific procedural hearing defect.

Legislator-Regeste

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§ 465 Abs. 1 StPO; Hearing objection under § 356a StPO for alleged non-engagement with General Public Prosecutor’s statement on procedural appeal: Strafsenat’s earlier ruling was dismissed, with costs imposed on the defendant, leaving the January 7, 2025, decision intact. The earlier ruling had modified the conviction of a defendant from the Landgericht Erfurt based on the newly effective Cannabis Consumption Act, largely quashed the sentencing, and remanded the case to a different chamber of the Landgericht for new trial and judgment. The defendant challenged the earlier ruling, alleging that the appellate court violated the right to be heard by adopting the General Public Prosecutor’s legal assessment on a procedural objection without adequately engaging with the defense’s counterarguments. The court rejected this, ruling under § 356a StPO that no violation of the right to be heard occurred because the appellate court neither relied on unexamined facts nor ignored relevant arguments, and further holding that the objection impermissibly sought to re-argue the merits of the original appeal rather than addressing a specific procedural hearing defect.

Schlagwörter

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Verfahrensrügen Anspruch auf rechtliches Gehör neues rechtliches Vorbringen Cannabiskonsum Strafzumessung Prozesshandlung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 465 Abs. 1 StPO

Cited as the basis for the decision on costs, which were imposed on the appellant following the rejection of the objection.

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Volltext

Die Anhörungsrüge des Angeklagten gegen den Senatsbeschluss vom 7. Januar 2025 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.

[GRUENDE]

1. Der Senat hat auf die Revision des Angeklagten mit Beschluss vom 7. Januar 2025 das Urteil des Landgerichts Erfurt vom 14. November 2023 aufgrund des am 1. April 2024 in Kraft getretenen Konsumcannabisgesetzes im Schuldspruch geändert, im Strafausspruch weitgehend aufgehoben und die Sache im Umfang der Aufhebung zu neuer Verhandlung und Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.

Dagegen wendet sich der Angeklagte mit der fristgemäß erhobenen Anhörungsrüge. Er beanstandet, der Senat habe sich die – rechtlich unzutreffende, nicht dem „EGMR-Standard“ genügende – Stellungnahme des Generalbundesanwalts zu einer Verfahrensrüge zu eigen gemacht. Darüber hinaus habe sich der Senat nicht substantiiert mit der Gegenerklärung des Verteidigers auf die Stellungnahme des Generalbundesanwalts auseinandergesetzt.

2. Die Anhörungsrüge nach § 356a StPO ist unbegründet. Der Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs wurde nicht verletzt.

Der Senat hat bei seiner Entscheidung weder Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen der Angeklagte nicht gehört worden wäre, noch hat er bei der Entscheidung zu berücksichtigendes Vorbringen des Angeklagten übergangen. Der Revisionsvortrag war in Gänze Gegenstand der Beratung des Senats.

Aus dem Umstand, dass der Senat sich die Ausführungen des Generalbundesanwalts betreffend die Unbegründetheit einer Verfahrensrüge zu eigen gemacht hat, kann nicht auf einen Verstoß gegen den Grundsatz der Gewährung rechtlichen Gehörs geschlossen werden. Eine weitergehende Begründungspflicht besteht auch dann nicht, wenn – wie hier – mit einer Gegenerklärung unbehelfliche Ausführungen zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts gemacht werden.

Im Übrigen erschöpft sich der Vortrag des Angeklagten zur Begründung seiner Anhörungsrüge letztlich in einer Wiederholung und Vertiefung des Revisionsvorbringens. Die Anhörungsrüge dient jedoch nicht dazu, das Revisionsgericht zu veranlassen, das Revisionsvorbringen nochmals zu überprüfen.

3. Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des § 465 Abs. 1 StPO.

Menges Appl Meyberg

Lutz Herold