Restriction of prosecution to rape charge under § 154a StPO and amendment of concurrent offense convictions
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice partially granted the defendant's revision, modifying the conviction to limit prosecution for one specific case to rape only and amending the guilty verdict to reflect rape in concurrence with bodily injury in two cases (one additionally involving sexual abuse of a child), while rejecting the remainder of the appeal; the resulting unified juvenile sentence of five years remains unchanged. The dispute concerned a juvenile defendant's appeal against a Landgericht judgment for multiple instances of rape, bodily injury, and sexual abuse, specifically challenging the legal classification and concurrence of offenses. The decisive legal basis was § 154a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO, which permitted the restriction of prosecution to the rape charge in one instance for procedural economy, with the court determining that this modification did not affect the final sentencing.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 154a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO; Restriction of prosecution to rape charge under § 154a StPO and amendment of concurrent offense convictions: The dispute concerned a juvenile defendant's appeal against a Landgericht judgment for multiple instances of rape, bodily injury, and sexual abuse, specifically challenging the legal classification and concurrence of offenses. The decisive legal basis was § 154a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO, which permitted the restriction of prosecution to the rape charge in one instance for procedural economy, with the court determining that this modification did not affect the final sentencing.
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KI-generiertProcedural rule applied in the dispositive to restrict the prosecution to the specific charge of rape in one of the cases for procedural economy.
Main ground for the verdict, cited to indicate that the further parts of the appeal are rejected as unfounded.
Volltext
1. Auf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Saarbrücken vom 25. Juni 2024 wird
a) die Verfolgung im Fall II.2 der Urteilsgründe nach § 154a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO auf den Tatbestand der Vergewaltigung beschränkt,
b) das vorbezeichnete Urteil im Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte der Vergewaltigung in Tateinheit mit Körperverletzung in zwei Fällen, davon in einem Fall in weiterer Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Kindern, sowie der Vergewaltigung schuldig ist.
2. Die weitergehende Revision wird verworfen.
3. Es wird davon abgesehen, dem Angeklagten die durch sein Rechtsmittel entstandenen Kosten aufzuerlegen. Er hat jedoch die den Nebenklägerinnen im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit Körperverletzung in drei Fällen, davon in einem Fall in weiterer Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Kindern, zu einer Einheitsjugendstrafe von fünf Jahren verurteilt. Die auf die Rüge der Verletzung materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten führt zu den aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Änderungen des angefochtenen Urteils; im Übrigen ist sie unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.
Der Senat hat im Fall II.2 der Urteilsgründe die Strafverfolgung nach § 154a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO mit Zustimmung des Generalbundesanwalts aus prozessökonomischen Gründen auf den Vorwurf der Vergewaltigung beschränkt (vgl. zur Frage der mitverwirklichten Körperverletzung BGH, Urteil vom 10. Februar 2011 – 4 StR 566/10, NStZ 2011, 456, 457; Beschluss vom 5. Februar 2019 – 2 StR 562/18, BeckRS 2019, 3387 Rn. 8).
Der Strafausspruch wird von der Schuldspruchänderung nicht berührt. Der Senat schließt aus, dass das Landgericht ohne die tateinheitliche Verurteilung wegen Körperverletzung im Fall II.2 der Urteilsgründe auf eine niedrigere Einheitsjugendstrafe erkannt hätte.
Bartel Feilcke Wenske
Fritsche von Schmettau