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2 ARs 143/25 ECLI:DE:BGH:2025:090425B2ARS143.25.0 KI-generiert

Joinder of criminal proceedings in different jurisdictions for comprehensive adjudication under § 4 StPO

Geschäftsnummer 2 ARs 143/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Criminal Senate (BGH) ordered the joinder of a pending criminal case at a local lay judges' court in Lower Saxony to a separate case before a grand jury at a higher regional court in Lower Saxony, with the latter court assumed the competence for the joined proceedings. The dispute involved a procedural request by the prosecution to unify the trial of a defendant facing charges in two different jurisdictions to ensure comprehensive investigation and adjudication. The court ruled that it possessed jurisdiction as the common superior court for both lower instances and that the absence of a main hearing at the local court did not preclude joinder, relying on §§ 2, 3, and 4 StPO (Code of Criminal Procedure) to determine that the connection was appropriate for the sake of thoroughness and economy in criminal proceedings.

Legislator-Regeste

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Joinder of criminal proceedings in different jurisdictions for comprehensive adjudication under § 4 StPO: Der Bundesgerichtshof ist als gemeinschaftliches oberes Gericht für das Amtsgericht Lübeck (Bezirk des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts) und das Landgericht Hamburg (Bezirk des Hanseatischen Oberlandesgerichts) für die Entscheidung gemäß § 4 Abs. 2 Satz 2 StPO zuständig.

Schlagwörter

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Vereinigung von Verfahren Strafprozessordnung hängige Strafuntersuchung Justizielle Zusammenarbeit in Zivilsachen Europäischer Haftbefehl Zivilklage

Zitierte Rechtsprechung

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2 ARs 318/90
Juli 1990 – 2 ARs 318/90, BGHR StPO § 4 Verbindung 5, und vom 13.
2 ARs 475/22
Consolidation of parallel criminal proceedings pending before different local courts under §§ 2, 4 StPO
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Volltext

Das beim Amtsgericht – Schöffengericht – Lübeck anhängige Verfahren 93 Ls 713 Js 49352/22 wird zu dem beim Landgericht – große Strafkammer – Hamburg rechtshängigen Verfahren 601 KLs 4/25 – 6151 Js 1/21 (6200) verbunden.

[GRUENDE]

Das Landgericht – große Strafkammer – Hamburg, das am 19. März 2025 das Hauptverfahren gegen den Angeklagten eröffnet hat, ist bereit, das beim Amtsgericht – Schöffengericht – Lübeck anhängige Verfahren zu übernehmen. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft Lübeck die Sache dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorgelegt.

Der Bundesgerichtshof ist als gemeinschaftliches oberes Gericht für das Amtsgericht Lübeck (Bezirk des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts) und das Landgericht Hamburg (Bezirk des Hanseatischen Oberlandesgerichts) für die Entscheidung gemäß § 4 Abs. 2 Satz 2 StPO zuständig.

Das beim Amtsgericht – Schöffengericht – Lübeck anhängige Verfahren war gemäß § 2 Abs. 1 Satz 1 StPO in Verbindung mit § 3 StPO zu dem beim Landgericht – große Strafkammer – Hamburg rechtshängigen Verfahren zu verbinden. Dass in dem Verfahren vor dem Amtsgericht Lübeck das Hauptverfahren noch nicht eröffnet ist, steht einer Verbindung nicht entgegen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 27. Juli 1990 – 2 ARs 318/90, BGHR StPO § 4 Verbindung 5, und vom 13. April 2023 – 2 ARs 475/22, Rn. 4). Die Verbindung erscheint im Interesse umfassender Aufklärung und Aburteilung sachdienlich.

Menges Zeng Grube

Schmidt Zimmermann