Validity of plea bargaining agreement with illegal content and exclusion of confession as evidence after judicial warning
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Court of Justice (BGH) 1st Criminal Senate dismissed the defendant’s appeal as unfounded against the judgment of the Paderborn Regional Court, leaving the conviction in force. The dispute centered on the validity of a plea bargaining arrangement (Verständigung) that contained a legally impermissible outcome, rendering it void ab initio and lacking binding effect; the appellate court determined that no procedural error occurred because the trial court had clearly informed the defendant that it was not bound by the promised sentencing range and that the confession given in reliance on the agreement was inadmissible for evidentiary purposes. The decisive legal basis involved § 257c Abs. 2 StPO regarding the content limits of plea bargains, the doctrine of preclusion for void agreements, and § 257c Abs. 5 StPO concerning the mandatory judicial warning to eliminate any trust-based expectations, alongside the court’s supplementary order requiring the trial court to issue a decision on a pending count that had neither been convicted, dismissed, nor acquitted.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 257c Abs. 2 StPO; Validity of plea bargaining agreement with illegal content and exclusion of confession as evidence after judicial warning: Die im vorliegenden Verfahren geschlossene Verständigung weist einen außerhalb von § 257c Abs. 2 StPO liegenden und damit gesetzeswidrigen Inhalt auf (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Januar 2024 – 1 StR 413/23 Rn.
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KI-generiertVolltext
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Paderborn vom 8. Januar 2024 wird als unbegründet verworfen (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Die im vorliegenden Verfahren geschlossene Verständigung weist einen außerhalb von § 257c Abs. 2 StPO liegenden und damit gesetzeswidrigen Inhalt auf (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Januar 2024 – 1 StR 413/23 Rn.
4) und entfaltet deshalb – von Anfang an – keine Bindungswirkung (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juli 2017 – 5 StR 176/17 Rn. 8; Beschluss vom 6. Februar 2018 – 1 StR 606/17 Rn. 16; vgl. auch BT-Drucks. 16/12310, S. 13 f.; El-Ghazi JR 2012, 407). Den durch den protokollierten Verständigungsvorschlag gleichwohl geschaffenen Vertrauenstatbestand (vgl. BGH, Urteil vom 23. November 2022 – 5 StR 347/22 Rn. 22 f. und Beschluss vom 17. Februar 2021 – 5 StR 484/20 Rn.
20) hat das Landgericht durch seine an den Maßgaben des § 257c Abs. 5 StPO ausgerichteten Belehrung unmissverständlich beseitigt. Es hat insbesondere darauf hingewiesen, dass es weder an den in Aussicht gestellten Strafrahmen gebunden, noch das vom Beschwerdeführer im Vertrauen auf das Zustandekommen einer Verständigung abgegebene Geständnis verwertbar sei. Ein Verfahrensfehler liegt mithin nicht vor. Der Senat entnimmt dem Urteil auch, dass die geständige Einlassung des Angeklagten in das Urteil keinen Eingang gefunden hat.
Der Senat weist darauf hin, dass hinsichtlich Tat 64 der unverändert zur Hauptverhandlung zugelassenen Anklageschrift weder eine Verurteilung, Einstellung oder ein Freispruch erfolgt ist und es insoweit einer Entscheidung der Strafkammer bedarf.
Jäger Wimmer Bär
Allgayer Welnhofer-Zeitler