Inadmissibility of auxiliary victim's appeal for failure to specify conviction for qualifying offense under Section 400(1) StPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (1st Criminal Senate) dismissed the auxiliary victim's appeals as inadmissible, leaving the Stuttgart Regional Court's judgment in force, which had convicted the defendants of dangerous bodily injury to suspended prison sentences of one year and nine months and one year and three months, while absolving them of attempted murder; the auxiliary victim is ordered to bear the costs of the appeals and the defendants' necessary expenses. The dispute concerned whether the trial court correctly failed to convict the defendants of a tateinheitlich (unitary act) completed homicide, with the auxiliary victim challenging the acquittal on homicide charges via a general factual appeal. The decision rests on § 400 (1) StPO, which requires an auxiliary victim to specify in their appeal that they seek a conviction for a crime that grants them the right to intervene as an auxiliary victim; because the auxiliary victim relied solely on the general factual complaint without this specific clarification by the deadline, the appeals were rejected as procedurally deficient under established case law, and would have been obviously unfounded on the merits in any event.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 1 StPO, § 473 Abs. 1 StPO; Inadmissibility of auxiliary victim's appeal for failure to specify conviction for qualifying offense under Section 400(1) StPO: The dispute concerned whether the trial court correctly failed to convict the defendants of a tateinheitlich (unitary act) completed homicide, with the auxiliary victim challenging the acquittal on homicide charges via a general factual appeal. The decision rests on § 400 (1) StPO, which requires an auxiliary victim to specify in their appeal that they seek a conviction for a crime that grants them the right to intervene as an auxiliary victim; because the auxiliary victim relied solely on the general factual complaint without this specific clarification by the deadline, the appeals were rejected as procedurally deficient under established case law, and would have been obviously unfounded on the merits in any event.
Schlagwörter
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertMain ground for the dispositive order to dismiss the auxiliary victim's appeals as inadmissible.
Basis for the order imposing the costs of the proceedings and the necessary expenses of the accused on the auxiliary victim.
Volltext
Die Revisionen des Nebenklägers gegen das Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 24. Januar 2024 werden als unzulässig verworfen (§ 349 Abs. 1 StPO).
Der Nebenkläger hat die Kosten seiner Rechtsmittel sowie die den Angeklagten dadurch entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat die Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu Bewährungsstrafen von einem Jahr und neun Monaten ( O. ) bzw. einem Jahr und drei Monaten ( K. ) verurteilt. Es hat sich hingegen keine Überzeugung davon bilden können, dass die Angeklagten mit Tötungsvorsatz handelten und diese deswegen – anders als angeklagt – nicht auch wegen eines tateinheitlich verwirklichten Tötungsdelikts verurteilt. Hiergegen wendet sich der Nebenkläger mit seinen jeweils auf die allgemeine Sachrüge gestützten Revisionen. Seine Rechtsmittel sind unzulässig.
1. Gemäß § 400 Abs. 1 StPO kann der Nebenkläger ein Urteil nicht mit dem Ziel anfechten, dass eine andere Rechtsfolge der Tat verhängt oder dass der Angeklagte wegen einer Gesetzesverletzung verurteilt wird, die nicht zum Anschluss als Nebenkläger berechtigt. Die Begründung seiner Revision muss daher erkennen lassen, dass er mit dem Rechtsmittel ein zulässiges Ziel verfolgt, also einen bisher unterbliebenen Schuldspruch des Angeklagten (auch) wegen einer Straftat, welche die Berechtigung zum Anschluss an das Verfahren begründet; wird eine derartige Präzisierung bis zum Ablauf der Revisionsbegründungsfrist nicht vorgenommen, ist das Rechtsmittel unzulässig (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 14. Dezember 2022 – 1 StR 311/22 Rn. 2 mwN).
So liegt es hier. Der Nebenkläger hat seine Revisionen lediglich mit der allgemeinen Sachrüge begründet. Weitere Ausführungen, aus denen sich das konkrete Ziel seines Rechtsmittels entnehmen ließe, sind bis zum Ablauf der Revisionsbegründungsfrist nicht eingegangen.
Ein Ausnahmefall, in dem auf eine derartige Klarstellung verzichtet werden könnte, liegt nicht vor.
2. Im Übrigen wären die Rechtsmittel aus den zutreffenden Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts auch offensichtlich unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.
3. Der Beschwerdeführer trägt die Kosten seiner Rechtsmittel und die durch die Revisionen jeweils verursachten notwendigen Auslagen der Angeklagten (§ 473 Abs. 1 StPO).
Jäger Wimmer Bär
Allgayer Welnhofer-Zeitler