Cannabis Trafficking Conviction Recharacterized Under KCanG Due to Inter-temporal Application of Milder Law
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (5th Criminal Senate) partially granted the defendant's appeal, modifying the guilt declaration to "trafficking in cannabis" and quashing the sentence, while rejecting the remainder of the revision; the case was remanded to a different chamber of the Regional Court of Bremen for new proceedings on sentencing and costs. The dispute centered on whether a defendant's conviction for drug trafficking in non-trivial quantities remained valid following the entry into force of the Consumer Cannabis Act (KCanG) on April 1, 2024, which now exclusively regulates cannabis consumption. The decisive legal basis was § 2 Abs. 3 StGB (inter-temporal application of milder law), which required the court to apply the milder penalties of § 34 Abs. 1, 3 KCanG over the former § 29a Abs. 1 BtMG, necessitating a correction of the legal classification under § 354 Abs. 1 iVm § 354a StPO and the subsequent invalidation of the individual and total prison sentences, though the factual findings remained intact under § 353 Abs. 2 StPO.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 2 Abs. 3 StGB, § 354a StPO, § 265 Abs. 1 StPO, § 353 Abs. 2 StPO, § 354 Abs. 1 iVm § 354a StPO; Cannabis Trafficking Conviction Recharacterized Under KCanG Due to Inter-temporal Application of Milder Law: The dispute centered on whether a defendant's conviction for drug trafficking in non-trivial quantities remained valid following the entry into force of the Consumer Cannabis Act (KCanG) on April 1, 2024, which now exclusively regulates cannabis consumption. The decisive legal basis was § 2 Abs. 3 StGB (inter-temporal application of milder law), which required the court to apply the milder penalties of § 34 Abs. 1, 3 KCanG over the former § 29a Abs. 1 BtMG, necessitating a correction of the legal classification under § 354 Abs. 1 iVm § 354a StPO and the subsequent invalidation of the individual and total prison sentences, though the factual findings remained intact under § 353 Abs. 2 StPO.
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KI-generiertProcedural basis for the court's authority to modify the guilt declaration and quash the sentence in the dispositive due to the inter-temporal application of milder law.
Provision cited in the dispositive to limit the remand to the sentencing and costs, allowing the existing factual findings to remain in force.
Volltext
Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Bremen vom 20. Dezember 2023 im Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte des Handeltreibens mit Cannabis schuldig ist, und im Strafausspruch aufgehoben.
Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.
Die weitergehende Revision wird verworfen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge unter Einbeziehung einer Strafe aus einem Strafbefehl zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt, von der drei Monate wegen einer rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung als vollstreckt gelten, und eine Einziehungsentscheidung getroffen. Dagegen wendet sich der Beschwerdeführer mit seiner auf Verfahrensbeanstandungen und die ausgeführte Sachrüge gestützten Revision. Das Rechtsmittel hat den aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Erfolg; im Übrigen ist es unbegründet im Sinne von § 349 Abs. 2 StPO.
1. Den Verfahrensrügen bleibt aus den in der Antragsschrift des Generalbundesanwalts genannten Gründen der Erfolg versagt.
2. Der Schuldspruch bedarf der Korrektur, weil sich die Handelstätigkeit des Angeklagten auf Marihuana und Haschisch und damit auf Cannabis im Sinne von § 1 Nr. 8 des am 1. April 2024 in Kraft getretenen Konsumcannabisgesetzes (KCanG, BGBl. I 2024 Nr. 109) bezog, das den Umgang mit zum Konsum bestimmten Cannabis nunmehr abschließend regelt. Da sich die hier in Betracht kommenden Strafdrohungen von § 34 Abs. 1, Abs. 3 KCanG in jedem Fall als milder erweisen, als diejenige des vom Landgericht zur Anwendung gebrachten § 29a Abs. 1 BtMG, hat der Senat dies nach § 2 Abs. 3 StGB auch im Revisionsverfahren zu berücksichtigen. Dies führt entsprechend § 354 Abs. 1 iVm § 354a StPO zur Änderung des Schuldspruchs. Die Vorschrift des § 265 Abs. 1 StPO steht dem nicht entgegen, weil sich der Angeklagte nicht wirksamer als geschehen hätte verteidigen können.
3. Die aus dem Strafrahmen des § 29a Abs. 1 BtMG zugemessene Strafe kann angesichts der deutlich milderen Strafdrohung nach § 34 Abs. 1, 3 KCanG keinen Bestand haben. Die Aufhebung der Einzelstrafe entzieht auch der Gesamtstrafe die Grundlage. Die Feststellungen sind von der durch die Gesetzesänderung bedingten Aufhebung nicht betroffen; sie können deshalb bestehen bleiben (§ 353 Abs. 2 StPO).
Cirener Gericke Mosbacher
Köhler von Häfen