Confiscation of smuggling proceeds reduced due to unreceived remuneration at time of arrest
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) partially granted the defendant’s appeal, reducing the ordered confiscation of criminal proceeds from €7,600 to €6,400 for each defendant, while rejecting the remainder of the appeal and affirming the lower court’s conviction for gang and commercial human smuggling under conditions endangering life; the prosecution initially prevailed in securing the conviction and higher confiscation amount at the Landgericht Traunstein, but the appellate court intervened to correct the financial penalty based on an evidentiary gap. The dispute concerned the admissibility of confiscating proceeds from a final smuggling instance where defendants were arrested immediately upon entry to Germany, whereas the original judgment had assumed payment occurred only after the return to the country of origin. The decisive legal basis was § 73 Abs. 1 Alternative 2 and § 73c Satz 1 StGB (German Criminal Code) regarding the confiscation of the value of criminal proceeds, interpreted strictly such that confiscation could not be ordered for proceeds not yet received and for which no further factual findings could be expected, necessitating the reduction by the unverified amount of €1,200.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 4 StPO, § 349 Abs. 2 StPO; Confiscation of smuggling proceeds reduced due to unreceived remuneration at time of arrest: The dispute concerned the admissibility of confiscating proceeds from a final smuggling instance where defendants were arrested immediately upon entry to Germany, whereas the original judgment had assumed payment occurred only after the return to the country of origin. The decisive legal basis was § 73 Abs. 1 Alternative 2 and § 73c Satz 1 StGB (German Criminal Code) regarding the confiscation of the value of criminal proceeds, interpreted strictly such that confiscation could not be ordered for proceeds not yet received and for which no further factual findings could be expected, necessitating the reduction by the unverified amount of €1,200.
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KI-generiertLegal basis for granting the appeal and extending the favorable decision regarding the reduction of confiscation to the non-appealing co-defendant.
Legal basis for rejecting the remainder of the appeal as unfounded.
Volltext
1. Auf die Revision des Angeklagten H. wird das Urteil des Landgerichts Traunstein vom 25. Juni 2024 auch zugunsten des Mitangeklagten R. im Ausspruch über die Einziehung dahin geändert, dass jeweils die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 6.400 € angeordnet ist; die weitergehende Einziehung entfällt. Von den im Verfahren entstandenen notwendigen Auslagen des Angeklagten H. , die die Einziehung betreffen, hat die Staatskasse 1/7 zu tragen; die insoweit angefallene Gerichtsgebühr wird um 1/7 ermäßigt.
2. Die weitergehende Revision wird als unbegründet verworfen.
3. Der Angeklagte H. hat die weiteren Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten H. wegen banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern unter einer das Leben gefährdenden Behandlung in sechs Fällen und wegen banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt. Zudem hat es neben einer die Fahrerlaubnis betreffenden Maßregel die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 7.600 € angeordnet. Die gegen seine Verurteilung gerichtete Revision des Angeklagten H. , mit der er die Verletzung sachlichen Rechts beanstandet, hat – unter Erstreckung auf den nichtrevidierenden Mitangeklagten R. – nur zur Einziehung den aus der Beschlussformel ersichtlichen Erfolg (§ 349 Abs. 4 StPO); im Wesentlichen ist sein Rechtsmittel unbegründet (§ 349 Abs. 2 StPO).
Nach den Feststellungen des Landgerichts wurden die beiden Angeklagten stets erst nach erfolgreicher Durchführung der Schleuserfahrten – mutmaßlich nach Rückkehr nach Ungarn – entlohnt (§ 73 Abs. 1 Alternative 2, § 73c Satz 1 StGB; insbesondere UA S. 27, 42). Daher erschließt sich nicht, wie die Angeklagten im letzten Fall, bei welchem sie unmittelbar nach der Einreise nach Deutschland am 9. August 2023 festgenommen wurden (UA S. 17, 23 f.), noch ihr Entgelt vereinnahmen konnten. Da weitergehende Feststellungen hierzu nicht zu erwarten sind, kürzt der Senat den Einziehungsbetrag jeweils um 1.200 €.
Jäger Wimmer Leplow
Allgayer Welnhofer-Zeitler