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2 StR 670/25 ECLI:DE:BGH:2026:120326B2STR670.25.1 KI-generiert

Limitation of criminal proceedings to specific offenses and correction of adhesion interest start date following partial success in revision

Geschäftsnummer 2 StR 670/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) partially granted the defendant’s appeal, limiting the proceedings to exclude a violation of the Violence Protection Act, modifying the guilt finding to homicide, attempted rape in concurrence with bodily harm and threat, and bodily harm in concurrence with attempted coercion, and correcting the adhesion order to include interest from August 12, 2024, while upholding the life sentence and imposing full costs on the defendant. The case involved a criminal revision challenging a Landgericht Frankfurt am Main judgment that convicted the defendant of multiple violent offenses, including homicide and rape, resulting in a life imprisonment sentence. The decisive legal bases included § 154a StPO for the procedural limitation and § 473 Abs. 4 StPO for cost allocation, with the interest correction grounded in §§ 404 Abs. 2 StPO, 291 Satz 1, and 187 Abs. 1 BGB analog, calculated from the day following the filing of the adhesion claim.

Legislator-Regeste

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§ 154a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO, § 473 Abs. 4 StPO, § 472a Abs. 2 StPO; Limitation of criminal proceedings to specific offenses and correction of adhesion interest start date following partial success in revision: The case involved a criminal revision challenging a Landgericht Frankfurt am Main judgment that convicted the defendant of multiple violent offenses, including homicide and rape, resulting in a life imprisonment sentence. The decisive legal bases included § 154a StPO for the procedural limitation and § 473 Abs. 4 StPO for cost allocation, with the interest correction grounded in §§ 404 Abs. 2 StPO, 291 Satz 1, and 187 Abs. 1 BGB analog, calculated from the day following the filing of the adhesion claim.

Schlagwörter

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strafrechtliches Revisionsverfahren Realkonkurrenz von Straftaten Verfahrensbeschränkungen Einreichungsdatum Strafänderung versuchte Vergewaltigung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 154a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO

Procedural basis for limiting the scope of the proceedings to specific charges, resulting in a modification of the guilt finding.

§ 473 Abs. 4 StPO

Legal basis for imposing the costs of the appeal and necessary expenses of the auxiliary accusers on the defendant.

§ 472a Abs. 2 StPO

Legal basis for allocating the costs and necessary expenses arising from the adhesion proceedings to the defendant.

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Volltext

1. Auf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main vom 28. Mai 2025 wird

a) das Verfahren im Fall II.4 der Urteilsgründe auf den Vorwurf der Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter Nötigung beschränkt,

b) das vorgenannte Urteil

aa) im Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte des Mordes, der versuchten Vergewaltigung in Tateinheit mit Körperverletzung und mit Bedrohung sowie der Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter Nötigung schuldig ist, und

bb) im Adhäsionsausspruch dahin geändert, dass Zinsen seit dem 12. August 2024 zu zahlen sind.

2. Die weitergehende Revision wird verworfen.

3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels, die dadurch entstandenen besonderen Kosten des Adhäsionsverfahrens und die den Neben- und Adhäsionsklägern im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Mordes, versuchter Vergewaltigung in Tateinheit mit Körperverletzung und mit Bedrohung sowie Körperverletzung in Tateinheit mit einem Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz und mit versuchter Nötigung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe verurteilt und Entscheidungen im Adhäsionsverfahren getroffen. Die auf die Rüge der Verletzung sachlichen Rechts gestützte Revision des Angeklagten hat in dem aus der Beschlussformel ersichtlichen Umfang Erfolg; im Übrigen ist sie offensichtlich unbegründet.

1. Aus Gründen der Verfahrensökonomie beschränkt der Senat mit Zustimmung des Generalbundesanwalts das Verfahren in dem aus der Beschlussformel ersichtlichen Umfang (§ 154a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO). Dies bedingt eine Änderung des Schuldspruchs.

2. Im verbleibenden Umfang weist das angefochtene Urteil weder im Schuldspruch noch im Strafausspruch Rechtsfehler zulasten des Angeklagten auf. Dagegen bedarf der Ausspruch über die Zinsen in der Adhäsionsentscheidung einer dem Antrag der Adhäsionskläger entsprechenden Berichtigung. Die Adhäsionskläger haben Anspruch auf Prozesszinsen auf das ihnen zugesprochene Hinterbliebenengeld gemäß § 404 Abs. 2 StPO, § 291 Satz 1, § 187 Abs. 1 BGB analog ab dem Tag, der auf den Eintritt der Rechtshängigkeit folgt (vgl. BGH, Beschluss vom 5. August 2025 – 3 StR 266/25, Rn. 2). Dies war hier der 12. August 2024, denn der Antrag ging am 11. August 2024 bei dem Landgericht ein, wodurch er rechtshängig wurde (§ 404 Abs. 2 Satz 2 StPO).

3. Angesichts des geringen Erfolgs der Revision ist es nicht unbillig, den Angeklagten mit den gesamten Kosten seines Rechtsmittels und den notwendigen Auslagen der Nebenkläger zu belasten (§ 473 Abs. 4 StPO). Gleiches gilt für die durch das Adhäsionsverfahren entstandenen Kosten und notwendigen Auslagen der Adhäsionskläger (§ 472a Abs. 2 StPO).

Menges Zeng Grube

Schmidt Lutz