Scope of appellate review of evidentiary evaluation in a robbery acquittal despite DNA evidence in suspect vehicles
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) dismissed the public prosecutor's appeals, thereby upholding the Landgericht Gießen's judgment which acquitted both defendants in the second alleged incident of aggravated robbery and left the conviction in the first incident in force; the costs of the legal remedies and necessary expenditures were awarded to the defendants at the expense of the state treasury. The dispute concerned the validity of the acquittals regarding the defendants' involvement in a 2002 armed robbery of a cash transporter, where DNA evidence confirmed the defendants were present in two vehicles used in the attack but the lower court could not establish beyond reasonable doubt that at least one defendant was present at the scene or otherwise implicated in the act. The decisive legal basis was the doctrine that the appellate court's review of the evidentiary evaluation underlying an acquittal is strictly limited, and the prosecutor failed to demonstrate a material legal error in the lower court's reasoning under this restricted scope of review.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 467 StPO; Scope of appellate review of evidentiary evaluation in a robbery acquittal despite DNA evidence in suspect vehicles: The dispute concerned the validity of the acquittals regarding the defendants' involvement in a 2002 armed robbery of a cash transporter, where DNA evidence confirmed the defendants were present in two vehicles used in the attack but the lower court could not establish beyond reasonable doubt that at least one defendant was present at the scene or otherwise implicated in the act. The decisive legal basis was the doctrine that the appellate court's review of the evidentiary evaluation underlying an acquittal is strictly limited, and the prosecutor failed to demonstrate a material legal error in the lower court's reasoning under this restricted scope of review.
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KI-generiertImplied basis for imposing costs and necessary expenditures on the state treasury after the dismissal of the revisions.
Volltext
Die Revisionen der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Gießen vom 25. März 2024 werden verworfen.
Die Kosten der Rechtsmittel und die den Angeklagten hierdurch entstandenen notwendigen Auslagen fallen der Staatskasse zur Last.
Von Rechts wegen
[GRUENDE]
Das Landgericht hatte die Angeklagten im ersten Rechtsgang vom Vorwurf des zweifachen besonders schweren Raubes freigesprochen. Auf die Revisionen der Staatsanwaltschaft hat der Senat diese Entscheidung mit Urteil vom 26. August 2020 – 2 StR 587/19 – mit den Feststellungen aufgehoben und die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen.
Nunmehr hat das Landgericht den Angeklagten M. wegen besonders schweren Raubes in einem Fall (Fall 1 der Urteilsgründe) zu einer Freiheitsstrafe verurteilt und gegen ihn als Gesamtschuldner die „Einziehung von Wertersatz“ angeordnet. Im Übrigen (Fall 2 der Urteilsgründe) hat es ihn freigesprochen. Den Angeklagten S. hat es in beiden Fällen aus tatsächlichen Gründen frei-gesprochen. Mit ihren auf die Rüge der Verletzung materiellen Rechts gestützten Revisionen beanstandet die Staatsanwaltschaft die Freisprüche der beiden Angeklagten im Fall 2 der Urteilsgründe.
Den Rechtsmitteln bleibt der Erfolg versagt.
I. Die Strafkammer hat festgestellt, dass sich der in der Anklageschrift den Angeklagten zur Last gelegte Überfall auf einen Geldtransporter in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 2002 so ereignete, wie er dort geschildert ist. Sie hat sich aufgrund von DNA-Spuren auch davon überzeugt, dass sich beide Angeklagten in zwei bei diesem Überfall zum Einsatz gebrachten Tatfahrzeugen aufgehalten hatten, indes nicht zweifelsfrei festzustellen vermocht, dass wenigstens einer der Angeklagten am Tatort zugegen oder in sonstiger Weise in die Tat verstrickt war.
II. Das angefochtene Urteil hat Bestand. Die dem Freispruch zugrundeliegende Beweiswürdigung des Landgerichts unterliegt nur in eingeschränktem Umfang der revisionsgerichtlichen Nachprüfung (vgl. BGH, Urteil vom 26. August 2020 – 2 StR 587/19, Rn. 5 mwN). Diese hat auch unter Berücksichtigung der zur Revisionsrechtfertigung vorgetragenen Gesichtspunkte keinen durchgreifenden Rechtsfehler ergeben.
Menges Meyberg Lutz
Zimmermann Herold