Absorption of criminal import of cannabis into the offense of dealing with cannabis under the Cannabis Act
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Criminal Justice allowed the defendant's partial appeal, modifying the sentence to remove the concurrent conviction for import of cannabis while upholding the total prison sentence of seven years and three months for drug dealing. The dispute concerned whether the import of cannabis into Germany from another country constituted a separate offense under the Cannabis Act or was absorbed into the offense of dealing with cannabis in a non-quantifiable amount. The court ruled that importation for commercial sale is an inseparable partial act of the dealing offense and therefore does not result in a separate conviction, even for non-quantifiable amounts; however, the import element was considered in sentencing as an aggravating factor regarding the manner of execution, ensuring the original individual sentences remained intact.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 354 Abs. 1 StPO, § 46 Abs. 2 StGB, § 349 Abs. 4 StPO, § 349 Abs. 2 StPO; Absorption of criminal import of cannabis into the offense of dealing with cannabis under the Cannabis Act: The dispute concerned whether the import of cannabis into Germany from another country constituted a separate offense under the Cannabis Act or was absorbed into the offense of dealing with cannabis in a non-quantifiable amount. The court ruled that importation for commercial sale is an inseparable partial act of the dealing offense and therefore does not result in a separate conviction, even for non-quantifiable amounts; however, the import element was considered in sentencing as an aggravating factor regarding the manner of execution, ensuring the original individual sentences remained intact.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the dispositive regarding the limited success of the appeal based on factual complaints, justifying the modification of the conviction.
Cited in the dispositive as the basis for rejecting the further-reaching portion of the appeal as unfounded.
Volltext
1. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Traunstein vom 24. Juli 2024 im Schuldspruch dahin geändert, dass in den Fällen B. II. und B. V. der Urteilsgründe die tateinheitliche Verurteilung wegen Einfuhr von Cannabis entfällt; der Angeklagte ist damit wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in fünf Fällen und wegen Handeltreibens mit Cannabis in fünf Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und drei Monaten verurteilt.
2. Die weitergehende Revision wird als unbegründet verworfen.
3. Der Angeklagte hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in fünf Fällen und wegen Handeltreibens mit Cannabis in fünf Fällen, davon in zwei Fällen in Tateinheit mit Einfuhr von Cannabis, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und drei Monaten verurteilt sowie Einziehungsentscheidungen getroffen. Die Revision des Angeklagten, mit der er die Verletzung formellen und materiellen Rechts beanstandet, erzielt mit der Sachrüge den aus der Beschlussformel ersichtlichen geringen Erfolg (§ 349 Abs. 4 StPO); im Wesentlichen ist sein Rechtsmittel unbegründet (§ 349 Abs. 2 StPO).
1. Die Einfuhr von Cannabis (§ 34 Abs. 1 Nr. 5 KCanG), die wie hier dem gewinnbringenden Umsatz dient, geht als unselbständiger Teilakt im Tatbestand des Handeltreibens mit Cannabis (§ 34 Abs. 1 Nr. 4 KCanG) auf. Dies gilt auch dann, wenn sich die Einfuhrhandlungen zum Zwecke des Handeltreibens – so wie hier beim Verbringen des Marihuanas aus Tschechien – auf eine nicht geringe Menge beziehen (§ 34 Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG; BGH, Beschlüsse vom 11. September 2024 – 4 StR 317/24 Rn. 5; vom 5. August 2024 – 5 StR 243/24 Rn. 7 f. und vom 16. Juli 2024 – 5 StR 296/24 Rn. 5-11; jeweils mwN).
2. Die in den beiden betroffenen Fällen verhängten Einzelstrafen haben gleichwohl Bestand. Denn es ist auszuschließen (§ 354 Abs. 1 StPO analog), dass das Landgericht bei zutreffender rechtlicher Beurteilung niedrigere Strafen gegen den einschlägig vorbestraften Angeklagten verhängt hätte. Der dem § 34 Abs. 3 Satz 1, 2 Nr. 4 KCanG entnommene Strafrahmen bleibt unberührt. Das das Tatbild mitbestimmende Verbringen aus dem Ausland als solches durfte das Landgericht straferschwerend berücksichtigen (vgl. § 46 Abs. 2 StGB: „das Maß der Pflichtwidrigkeit“ und „die Art der Ausführung“). Auch mit der – eher formalen – Schuldspruchmilderung fügen sich die Einzelstrafen in das ersichtlich an der Menge des gehandelten Marihuanas ausgerichtete Strafengefüge ein (vgl. insbesondere Fall VI. der Urteilsgründe).
Jäger Fischer Bär
Leplow Welnhofer-Zeitler