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3 StR 269/24 ECLI:DE:BGH:2024:110924B3STR269.24.0 KI-generiert

Proportionality of de minimis confiscation proceedings limiting criminal appeal

Geschäftsnummer 3 StR 269/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice partially granted the defendant's appeal, ordering the remittal of the confiscation of proceeds from crime to an amount of 456.50 EUR and limiting the further prosecution of the case to this reduced value, thereby rejecting the remainder of the appeal and leaving the original six-year and ten-month custodial sentence intact. The dispute arose from the defendant's revisionary challenge against a Landgericht Oldenburg judgment convicting him for aggravated robbery, robbery, and aggravated extortionary robbery in concurrence with grievous bodily injury and intentional bodily injury, specifically contesting the confiscation order of 488.20 EUR. Relying on the principle of procedural economy, the court held that pursuing the differential amount of 31.70 EUR would represent a disproportionate effort, rendering the partial limitation of the confiscation decision permissible under established case law, while the defendant was ordered to bear the costs of the legal proceedings under § 473 para. 4 StPO as the minor success did not justify any partial exemption.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 473 Abs. 4 StPO; Proportionality of de minimis confiscation proceedings limiting criminal appeal: The dispute arose from the defendant's revisionary challenge against a Landgericht Oldenburg judgment convicting him for aggravated robbery, robbery, and aggravated extortionary robbery in concurrence with grievous bodily injury and intentional bodily injury, specifically contesting the confiscation order of 488.20 EUR. Relying on the principle of procedural economy, the court held that pursuing the differential amount of 31.70 EUR would represent a disproportionate effort, rendering the partial limitation of the confiscation decision permissible under established case law, while the defendant was ordered to bear the costs of the legal proceedings under § 473 para. 4 StPO as the minor success did not justify any partial exemption.

Schlagwörter

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strafrechtliche Einziehung Strafurteil qualifizierter Raub Verhältnismässigkeitsprinzip Herabsetzung der Verfahrenskosten Verfahrensbeschränkungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the reasoning preceding the operative orders to classify the remainder of the revision as unfounded, serving as the basis for the dismissal of the further appeals.

§ 473 Abs. 4 StPO

Cited as the legal basis for the imposition of costs and necessary expenses on the complainant in the third operative order.

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Volltext

1. Auf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Oldenburg vom 28. Februar 2024 wird von der Einziehung des Wertes von Taterträgen über einen Betrag von 456,50 € hinaus abgesehen und die Verfolgung der Tat auf die übrigen Rechtsfolgen beschränkt; der weitergehende Einziehungsausspruch entfällt.

2. Die weitergehende Revision wird verworfen.

3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die dem Nebenkläger im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, besonders schweren Raubes in Tateinheit mit „vorsätzlicher“ Körperverletzung, besonders schwerer räuberischer Erpressung und räuberischer Erpressung in Tateinheit mit „vorsätzlicher“ Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt und die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 488,20 € angeordnet. Dagegen wendet sich der Beschwerdeführer mit seiner auf die Rüge der Verletzung materiellen Rechts gestützten Revision. Das Rechtsmittel führt in dem aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Umfang zur Beschränkung des Verfahrens; im Übrigen ist es unbegründet im Sinne von § 349 Abs. 2 StPO.

Mit Zustimmung des Generalbundesanwalts beschränkt der Senat aus prozessökonomischen Gründen die Verfolgung der Tat auf die vom Landgericht festgesetzten Rechtsfolgen mit Ausnahme des über 456,50 € hinausgehenden Einziehungsbetrages. Ein den Differenzbetrag von 31,70 € betreffender Fortgang des Verfahren würde einen unangemessenen Aufwand darstellen. Die darin enthaltene Teilbeschränkung innerhalb der Einziehungsentscheidung ist zulässig (BGH, Beschluss vom 10. August 2021 - 3 StR 210/21, juris Rn. 5 mwN).

Die Kostenentscheidung beruht auf § 473 Abs. 4 StPO. Der nur geringfügige Erfolg der Revision rechtfertigt es nicht, den Angeklagten auch nur teilweise von den durch sein Rechtsmittel entstandenen Kosten und Auslagen freizustellen.

Schäfer

Paul

Hohoff

RiBGH Dr. Anstötz befindetsich im Urlaub und ist deshalbgehindert zu unterschreiben.

Schäfer

Voigt