Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
II ZR 159/23 ECLI:DE:BGH:2026:250226BIIZR159.23.0 KI-generiert

Limits on non-admission appeals: failure to prove decision-relevance of a legal error regarding the confirmation of a void corporate resolution

Geschäftsnummer II ZR 159/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice dismissed the non-admission appeals filed by the plaintiffs, upholding the judgment of the Oberlandesgericht Köln and leaving the lower court's decision in force. The dispute concerned the confirmation of a shareholders' resolution that was inherently defective and thus void, specifically involving a transfer resolution in a corporate context. The appellate court had erroneously confirmed a void resolution, failing to apply the legal principle that a confirming resolution inherits the material defect of the original void act. However, the Federal Court of Justice held that the appeals failed to establish the essential significance of this error because the plaintiffs did not adequately demonstrate that the alleged voidness of the transfer resolution constituted a relevant factual basis or that its non-establishment by the appellate court resulted from a procedural error under § 551 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. b ZPO.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Limits on non-admission appeals: failure to prove decision-relevance of a legal error regarding the confirmation of a void corporate resolution: The dispute concerned the confirmation of a shareholders' resolution that was inherently defective and thus void, specifically involving a transfer resolution in a corporate context. The appellate court had erroneously confirmed a void resolution, failing to apply the legal principle that a confirming resolution inherits the material defect of the original void act. However, the Federal Court of Justice held that the appeals failed to establish the essential significance of this error because the plaintiffs did not adequately demonstrate that the alleged voidness of the transfer resolution constituted a relevant factual basis or that its non-establishment by the appellate court resulted from a procedural error under § 551 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. b ZPO.

Schlagwörter

KI-generiert
Aktionär mangelnder Solvenznachweis Verfahrensmangel wesentlicher Irrtum Verwirkung der Duldung Beschwerdelegitimation

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
II ZR 194/01
Dezember 2003 - II ZR 194/01, BGHZ 157, 206, 210; Urteil vom 12.
BGHZ 157, 206
Dezember 2003 - II ZR 194/01, BGHZ 157, 206, 210; Urteil vom 12.
II ZR 253/03
Dezember 2005 - II ZR 253/03, ZIP 2006, 227 Rn.
II ZR 1/07
Juli 2008 - II ZR 1/07, ZIP 2009, 913 Rn.
II ZR 229/09
Standing to challenge squeeze-out resolution after registration; 95% shareholding requirement timing
BGHZ 189, 32
März 2011 - II ZR 229/09, BGHZ 189, 32 Rn.
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bestätigung eines inhaltlich fehlerhaften und daher nichtigen Beschlusses

[TENOR]

Die Nichtzulassungsbeschwerden der Kläger gegen das Urteil des 18. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 16. November 2023 werden zurückgewiesen, weil keiner der im Gesetz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vorgesehenen Gründe vorliegt, nach denen der Senat die Revision zulassen darf. Der Rechtsstreit der Parteien hat weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert er eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung.

Das Berufungsgericht hat zwar nicht beachtet, dass ein nichtiger Beschluss nicht bestätigt werden kann, sondern dem Bestätigungsbeschluss ein materiell-rechtlicher Mangel des Ausgangsbeschlusses ebenfalls anhaftet (BGH, Urteil vom 15. Dezember 2003 - II ZR 194/01, BGHZ 157, 206, 210; Urteil vom 12. Dezember 2005 - II ZR 253/03, ZIP 2006, 227 Rn. 18; Beschluss vom 21. Juli 2008 - II ZR 1/07, ZIP 2009, 913 Rn. 10; Urteil vom 22. März 2011 - II ZR 229/09, BGHZ 189, 32 Rn. 27; Urteil vom 26. Juni 2012 - II ZR 30/11, ZIP 2012, 1753 Rn. 10). Soweit die Beschwerden eine Abweichung von dieser Rechtsprechung rügen, legen sie aber nicht dar, dass das angefochtene Urteil auf diesem Rechtsfehler beruht, weil von der Nichtigkeit des Übertragungsbeschlusses auszugehen ist oder diese geltend gemacht wurde und insoweit noch weitere Feststellungen zu treffen sind. Lässt sich die Entscheidungserheblichkeit nicht ohne weiteres aus dem Berufungsurteil ersehen, ist in der Beschwerde darzulegen, aus welchem Parteivortrag sie sich ergibt und warum dieser gemäß § 559 ZPO in der Revision zu berücksichtigen wäre. Ist die Entscheidungserheblichkeit nur bei einem Sachverhalt zu bejahen, den das Berufungsgericht nach Auffassung der Beschwerde verfahrensfehlerhaft nicht festgestellt hat, ist eine Verfahrensrüge gemäß § 551 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. b ZPO notwendig (BGH, Beschluss vom 19. Dezember 2002 - VII ZR 101/02, NJW 2003, 831 f.; Beschluss vom 16. Juni 2016 - V ZR 232/15, juris Rn. 7). Das Berufungsgericht hat keinen Sachverhalt festgestellt, aus dem sich die Nichtigkeit des Übertragungsbeschlusses ergibt und die Beschwerden zeigen nicht auf, dass entsprechende Feststellungen verfahrensfehlerhaft unterblieben sind.

Im Übrigen wird von einer Begründung gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO abgesehen.

Die Kläger tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 ZPO).

Streitwert: 50.000 €

Born Wöstmann Bernau

Sander Adams