Reclassification of cannabis trafficking under the Consumer Cannabis Act and its impact on statutory sentencing ranges
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe defendant’s appeal partially succeeded, resulting in the alteration of the conviction to trafficking in cannabis in six instances and the reversal of the sentencing portion, with the case remanded to a different chamber of the regional court for new proceedings. The dispute concerned the legal classification and sentencing of a defendant convicted by the Landgericht Bremen for drug trafficking in non-quantities, where the defense challenged the application of the former Narcotics Act after the enactment of the Consumer Cannabis Act. The Federal Court of Justice held that the defendant’s conduct was exclusively covered by the Consumer Cannabis Act, which mandated a correction of the guilt determination and required remand for sentencing because the new law provided a milder penalty framework of three months to five years compared to the previously applied Narcotics Act range of one to ten years.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 354a StPO, § 353 Abs. 2 StPO, § 34 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG, § 354 Abs. 1 iVm § 354a StPO; Reclassification of cannabis trafficking under the Consumer Cannabis Act and its impact on statutory sentencing ranges: The dispute concerned the legal classification and sentencing of a defendant convicted by the Landgericht Bremen for drug trafficking in non-quantities, where the defense challenged the application of the former Narcotics Act after the enactment of the Consumer Cannabis Act. The Federal Court of Justice held that the defendant’s conduct was exclusively covered by the Consumer Cannabis Act, which mandated a correction of the guilt determination and required remand for sentencing because the new law provided a milder penalty framework of three months to five years compared to the previously applied Narcotics Act range of one to ten years.
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KI-generiertSubstantive legal basis cited in the dispositive portion of the decision to reclassify the offense from trafficking in narcotics to trafficking in cannabis under the new Consumer Cannabis Act.
Procedural rule applied in the dispositive to justify the alteration of the conviction and the reversal of the sentence by the appellate court.
Volltext
Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Bremen vom 18. Januar 2024 im Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte des Handeltreibens mit Cannabis in sechs Fällen schuldig ist, und im Strafausspruch aufgehoben.
Die weitergehende Revision wird verworfen.
Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in sechs Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die auf die Verletzung formellen und materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten hat mit der Sachrüge in dem aus der Beschlussformel ersichtlichen Umfang Erfolg; im Übrigen ist sie unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.
1. Der Schuldspruch bedarf der Korrektur, weil sich das rechtsfehlerfrei festgestellte Handeltreiben des Angeklagten ausschließlich auf große Mengen Marihuana bezog. Da der Umgang mit Konsumcannabis nunmehr abschließend im Konsumcannabisgesetz (KCanG) geregelt ist, sind die darauf bezogenen Handlungen des Angeklagten allein nach § 34 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG zu bewerten. Dies hat der Senat bei der Revisionsentscheidung nach § 2 Abs. 3 StGB zu berücksichtigen, weil die Neuregelung im Konsumcannabisgesetz sich hier als milder erweist. Denn das Landgericht hat die Strafen in allen Fällen dem Strafrahmen des § 29a Abs. 1 BtMG entnommen, der Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren vorsieht, während § 34 Abs. 3 Satz 1 KCanG Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren androht. Der Senat hat den Schuldspruch daher in entsprechender Anwendung des § 354 Abs. 1 iVm § 354a StPO geändert.
2. Der Strafausspruch kann in den betreffenden Fällen nicht bestehen bleiben, weil der Senat nicht ausschließen kann, dass das Landgericht bei der Anwendung des Konsumcannabisgesetzes zu niedrigeren Strafen gelangt wäre. Dies zieht die Aufhebung des Gesamtstrafenausspruchs nach sich. Die Feststellungen können bestehen bleiben (§ 353 Abs. 2 StPO).
Cirener Gericke Mosbacher
Köhler von Häfen