Validity of revision withdrawal at lower court vs. appellate court; violation of right to be heard regarding ignored procedural arguments in Anhörungsrüge
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) 2nd Criminal Senate dismissed the defendant's motion for hearing (Anhörungsrüge) against a prior Senate order, leaving the earlier decision confirming the effective withdrawal of the defendant's revision against the Landgericht Aachen's judgment intact, with costs imposed on the defendant. The dispute concerned whether the defendant's withdrawal of his revision was valid, specifically challenging the lower Senate's finding that the withdrawal became effective at the Landgericht before a subsequent revocation could be validly filed there, and alleging that the court ignored his procedural arguments. The court rejected the claim, holding that the Senate had fully deliberated on the validity of the withdrawal, did not disregard any procedural submissions, and that mere disagreement with the legal assessment of the defense's arguments did not constitute a violation of the right to be heard, thereby upholding the procedural status of the withdrawn revision.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 465 Abs. 1 StPO; Validity of revision withdrawal at lower court vs. appellate court; violation of right to be heard regarding ignored procedural arguments in Anhörungsrüge: The dispute concerned whether the defendant's withdrawal of his revision was valid, specifically challenging the lower Senate's finding that the withdrawal became effective at the Landgericht before a subsequent revocation could be validly filed there, and alleging that the court ignored his procedural arguments. The court rejected the claim, holding that the Senate had fully deliberated on the validity of the withdrawal, did not disregard any procedural submissions, and that mere disagreement with the legal assessment of the defense's arguments did not constitute a violation of the right to be heard, thereby upholding the procedural status of the withdrawn revision.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in paragraph 4 of the grounds to justify the costs decision regarding the rejected hearing motion.
Volltext
Die Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Senatsbeschluss vom 4. Dezember 2025 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.
[GRUENDE]
Der Senat hat mit Beschluss vom 4. Dezember 2025 festgestellt, dass der Verurteilte seine Revision gegen das Urteil des Landgerichts Aachen vom 17. September 2024 wirksam zurückgenommen hat. Dieser Beschluss ist dem Verteidiger des Verurteilten am 22. Dezember 2025 elektronisch übermittelt und am gleichen Tag für den Verurteilten zur Post gegeben worden.
Gegen den Senatsbeschluss vom 4. Dezember 2025 wendet sich der Verurteilte mit Schriftsatz seines Verteidigers vom 29. Dezember 2025 und beanstandet, der Senat habe bei seiner Entscheidung zu berücksichtigenden Vortrag, namentlich aus seiner Stellungnahme vom 20. Oktober 2025, übergangen und sei so zu Unrecht zu dem Ergebnis gelangt, das eine Revisionsrücknahme beinhaltende Schreiben des Verurteilten sei zu einem Zeitpunkt, zu dem das Landgericht noch zur Entgegennahme der Rücknahme zuständig gewesen sei, und vor einem deshalb unbeachtlichen Widerruf der Rücknahme bei dem Landgericht eingegangen.
Der Rechtsbehelf bleibt ohne Erfolg. Der Senat hat bei seiner Entscheidung weder Verfahrensstoff verwertet, zu dem der Verurteilte nicht gehört worden ist, noch hat er zu berücksichtigendes Vorbringen des Verurteilten übergangen oder dessen Anspruch auf rechtliches Gehör in sonstiger Weise verletzt. Der Senat hat über die Frage der Wirksamkeit der Rücknahme der Revision des Verurteilten eingehend und umfassend beraten. Ein Verstoß gegen den Anspruch des Verurteilten auf Gewährung rechtlichen Gehörs lässt sich weder daraus herleiten, dass der Senat die Argumentation der Verteidigung – der tatsächliche Inhalt der von ihr in Bezug genommenen dienstlichen Stellungnahmen ergibt sich aus der Akte – nicht für durchgreifend gehalten hat, noch daraus, dass der Senat sich hierzu nicht ausführlicher als geschehen verhalten hat.
Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des § 465 Abs. 1 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 8. November 2023 – 4 StR 149/23, Rn. 4).
Menges Zeng Meyberg
Lutz Herold