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XI ZR 365/21 ECLI:DE:BGH:2025:280125BXIZR365.21.0 KI-generiert

Non-admission of appeal: lack of fundamental significance despite pending insolvency proceedings

Geschäftsnummer XI ZR 365/21
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the plaintiff’s complaint against the non-leave for appeal, thereby upholding the appellate court’s decision and leaving the lower instance judgment in force. The dispute concerned a civil matter where the plaintiff challenged the lower court’s refusal to admit a revision appeal, citing fundamental significance, legal development, or uniform case law; the court also addressed procedural issues regarding the plaintiff’s bankruptcy. The decisive legal basis was § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, under which the court found no fundamental significance or need for uniform jurisprudence, and it explicitly verified that the plaintiff’s revision would have lacked merit. Additionally, applying § 249 Abs. 3 ZPO by analogy, the court ruled that the subsequent opening of insolvency proceedings did not prevent the decision, as the objection deadline had already expired and no further oral hearing was required, resulting in the plaintiff bearing the procedural costs.

Legislator-Regeste

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO; Non-admission of appeal: lack of fundamental significance despite pending insolvency proceedings: The dispute concerned a civil matter where the plaintiff challenged the lower court’s refusal to admit a revision appeal, citing fundamental significance, legal development, or uniform case law; the court also addressed procedural issues regarding the plaintiff’s bankruptcy. The decisive legal basis was § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, under which the court found no fundamental significance or need for uniform jurisprudence, and it explicitly verified that the plaintiff’s revision would have lacked merit. Additionally, applying § 249 Abs. 3 ZPO by analogy, the court ruled that the subsequent opening of insolvency proceedings did not prevent the decision, as the objection deadline had already expired and no further oral hearing was required, resulting in the plaintiff bearing the procedural costs.

Schlagwörter

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Zahlungsunfähigkeit Revision eines Entscheids hängiges Verfahren Streitgegenstand Verfahrensrügen Verfahrenskosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BGHZ 239, 337
Februar 2024 (XI ZR 258/22, BGHZ 239, 337), vom 4.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO

Main ground for the dismissal of the complaint for non-admission, as the court found no fundamental significance or need for uniform jurisprudence.

§ 97 Abs. 1 ZPO

Basis for the order that the plaintiff bears the costs of the proceedings.

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Volltext

Zulässigkeit der Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde

[TENOR]

Die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers gegen den Beschluss des 11. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Braunschweig vom 31. Mai 2021 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts sowie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).

Dabei hat der Senat die Erfolgsaussichten einer Revision des Klägers geprüft und verneint (vgl. BVerfGK 6, 79, 81 ff.; 18, 105, 111 f.; 19, 467, 475). Zur Begründung verweist der Senat auf seine Urteile vom 27. Februar 2024 (XI ZR 258/22, BGHZ 239, 337), vom 4. Juni 2024 (XI ZR 113/21, WM 2024, 1207) und vom 15. Oktober 2024 (XI ZR 39/24, WM 2024, 2186). Auf die Frage eines rechtsmissbräuchlichen Verhaltens des Klägers kommt es nicht an. Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.

Die Mitteilung der Beklagten, dass über das Vermögen des Klägers das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, steht der Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde nicht entgegen. Da im Fall der Nichtzulassungsbeschwerde keine mündliche Verhandlung vorgeschrieben ist, kann in entsprechender Anwendung von § 249 Abs. 3 ZPO eine Entscheidung auch während der Unterbrechung des Verfahrens ergehen, wenn keine Fristen mehr laufen, alle erforderlichen Prozesshandlungen vor Eintritt der Unterbrechung vorgenommen worden sind, der Beschwerdeführer wegen des Ablaufs der Begründungsfrist (§ 544 Abs. 4 ZPO) vor Eintritt der Unterbrechung mit weiterem Vortrag zur Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde ausgeschlossen ist und durch die Zustellung der Entscheidung keine Frist in Lauf gesetzt wird (BGH, Beschlüsse vom 20. Dezember 2018 - IX ZR 82/16, ZInsO 2019, 385 Rn. 5 mwN und vom 3. Dezember 2019 - II ZR 344/17, juris). Diese Voraussetzungen waren hier gegeben. Die Frist zur Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde lief bis zum 4. Oktober 2021; der Kläger hat die Beschwerde innerhalb dieser Frist begründet. Das Insolvenzverfahren ist erst am 15. Dezember 2021 eröffnet worden.

Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 21.304,81 €.

Ellenberger Matthias Schild von Spannenberg

Sturm Ettl