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IX ZR 23/24 ECLI:DE:BGH:2026:050226BIXZR23.24.0 KI-generiert

Causation of settlement agreement in construction contract liability overrides damages calculation methods

Geschäftsnummer IX ZR 23/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the plaintiff’s non-admission complaint, upholding the Regional Court of Saarland’s judgment that rejected the revision application and assigning the costs of the proceedings to the plaintiff, with the amount in dispute set at €600,000. The dispute concerned a construction contract where the plaintiff (contractor/client) sought damages, but the appeal failed to establish admission grounds regarding the decisive lower-court finding that the defendant’s breach of duty did not cause the execution of a settlement agreement. Since the lack of causality independently sustained the dismissal of the claim, the plaintiff’s arguments regarding the calculation of damages were rendered irrelevant; the court reaffirmed that a client may calculate damages via a balance of assets by comparing the hypothetical value of the defect-free property with the actual value with defect, or by the specific reduced proceeds if the property was sold, but these methods do not override the fundamental causality requirement. The dismissal was based on § 543 (2) sentence 1 ZPO, as the matter lacked fundamental legal significance and did not require the revision court to unify case law.

Legislator-Regeste

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§ 97 Abs. 1 ZPO; Causation of settlement agreement in construction contract liability overrides damages calculation methods: The dispute concerned a construction contract where the plaintiff (contractor/client) sought damages, but the appeal failed to establish admission grounds regarding the decisive lower-court finding that the defendant’s breach of duty did not cause the execution of a settlement agreement. Since the lack of causality independently sustained the dismissal of the claim, the plaintiff’s arguments regarding the calculation of damages were rendered irrelevant; the court reaffirmed that a client may calculate damages via a balance of assets by comparing the hypothetical value of the defect-free property with the actual value with defect, or by the specific reduced proceeds if the property was sold, but these methods do not override the fundamental causality requirement. The dismissal was based on § 543 (2) sentence 1 ZPO, as the matter lacked fundamental legal significance and did not require the revision court to unify case law.

Schlagwörter

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Schadenberechnung Prozesserledigung Bauwerkvertrag wesentliche Vertragsverletzung fehlerhafte Anlage Revision eines Entscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BGHZ 218, 1
Februar 2018 - VII ZR 46/17, BGHZ 218, 1 Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 97 Abs. 1 ZPO

Legal basis cited in the dispositive for ordering the plaintiff to bear the costs of the appeal proceedings.

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Volltext

Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 2. Zivilsenats des Saarländischen Oberlandesgerichts vom 18. Januar 2024 wird zurückgewiesen.

Die Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Der Wert des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde wird auf 600.000 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im angefochtenen Urteil bleibt ohne Erfolg. Die Rechtssache hat weder grundsätzliche Bedeutung noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die geltend gemachten Verfahrensgrundrechtsverletzungen hat der Senat geprüft, aber für nicht durchgreifend erachtet.

Die Beschwerde deckt keine zulassungsrelevanten Fehler im Zusammenhang mit der die Klageabweisung selbständig tragenden Verneinung der Ursächlichkeit der Pflichtverletzung der Beklagten für den Abschluss des Vergleichs auf. Daher kommt es auf die Angriffe der Beschwerde gegen die Ausführungen des Berufungsgerichts zum Schaden nicht an. Insoweit ist anerkannt, dass der Besteller eines Werks die Möglichkeit hat, den Schaden nach allgemeinen schadensrechtlichen Grundsätzen in der Weise zu bemessen, dass er im Wege einer Vermögensbilanz die Differenz zwischen dem hypothetischen Wert der durch das Werk geschaffenen oder bearbeiteten, im Eigentum des Bestellers stehenden Sache ohne Mangel und dem tatsächlichen Wert der Sache mit Mangel ermittelt. Hat der Besteller die durch das Werk geschaffene oder bearbeitete Sache veräußert, ohne dass eine Mängelbeseitigung vorgenommen wurde, kann er den Schaden nach dem konkreten Mindererlös wegen des Mangels der Sache bemessen. Dem Besteller bleibt bei Veräußerung der Sache überdies die Möglichkeit, den Schaden nach einem den konkreten Mindererlös übersteigenden Minderwert zu bemessen, wenn er nachweist, dass der erzielte Kaufpreis den tatsächlichen Wert der Sache übersteigt (BGH, Urteil vom 22. Februar 2018 - VII ZR 46/17, BGHZ 218, 1 Rn. 27 ff).

Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.

Schoppmeyer Schultz Selbmann

Harms Kunnes