Cannabis possession and dealing: inadmissibility of quantity descriptor in guilt formula and sentencing based on market circulation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice dismissed the defendant's appeal but modified the verdict to remove the phrase "in not small quantity" from the guilt formula for possession of cannabis and aiding in the dealing of cannabis in eleven cases, while leaving the total prison sentence of three years in force. The defendant, who had appealed on grounds of formal and material legal error following a conviction by the Regional Court of Rostock, challenged the initial ruling that included the quantity descriptor in the operative part of the judgment. The court held that § 34 Abs. 3 KCanG is merely a sentencing rule and not a constitutive element of the offense, rendering the additional phrase legally inadmissible in the verdict formula pursuant to § 354 Abs. 1 StPO. Although the lower court erred by aggravating the sentence based on the fact that the cannabis reached the market in all cases, the appellate court found the total sentence remained appropriate due to the defendant's prior convictions, the large quantities traded, and the professional nature of the conduct, invoking the mitigating provisions of § 354 Abs. 1a StPO.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 354 Abs. 1 StPO; Cannabis possession and dealing: inadmissibility of quantity descriptor in guilt formula and sentencing based on market circulation: Das Landgericht hat den Angeklagten im zweiten Rechtsgang wegen Besitzes von Cannabis „in nicht geringer Menge“ in Tateinheit mit Beihilfe zum Handeltreiben mit Cannabis „in nicht geringer Menge“ in elf Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Seine auf die Rügen der Verletzung formellen und materiellen Rechts gestützte Revision ist unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.
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KI-generiertVolltext
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Rostock vom 22. April 2024 wird verworfen; es wird jedoch dahin geändert, dass der Angeklagte des verbotenen Besitzes von Cannabis in Tateinheit mit Beihilfe zum Handeltreiben mit Cannabis in elf Fällen schuldig ist.
Der Angeklagte hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten im zweiten Rechtsgang wegen Besitzes von Cannabis „in nicht geringer Menge“ in Tateinheit mit Beihilfe zum Handeltreiben mit Cannabis „in nicht geringer Menge“ in elf Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Seine auf die Rügen der Verletzung formellen und materiellen Rechts gestützte Revision ist unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.
Da es sich bei § 34 Abs. 3 KCanG um eine Strafzumessungsregel handelt, ist der Zusatz „in nicht geringer Menge“ nicht in die Urteilsformel aufzunehmen (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Mai 2024 – 6 StR 116/24; KK-StPO/Tiemann, 9. Aufl., § 260 Rn. 31). Der Senat hat den Schuldspruch daher in entsprechender Anwendung von § 354 Abs. 1 StPO geändert.
Der Strafausspruch hat Bestand. Das Landgericht hat zwar rechtsfehlerhaft strafschärfend gewertet, dass das Cannabis in allen Fällen in den Verkehr gelangte (vgl. BGH, Urteil vom 6. Juli 2022 – 2 StR 562/21; Beschlüsse vom 20. Dezember 2023 – 4 StR 209/23; vom 16. Januar 2024 – 5 StR 495/23). Die Strafe ist aber mit Rücksicht auf die übrigen Strafzumessungserwägungen, insbesondere die Vorstrafen, die Handelsmengen und die professionelle Vorgehensweise, angemessen (§ 354 Abs. 1a StPO).
Feilcke Tiemann Fritsche
von Schmettau Gödicke