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5 StR 517/25 ECLI:DE:BGH:2026:100226B5STR517.25.0 KI-generiert

Hearing complaint: No violation of right to be heard where appellate court omits arguments already addressed by opposing party or subsumed in prior judgment

Geschäftsnummer 5 StR 517/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) 5th Criminal Senate dismissed the convicted defendant's hearing complaint (Anhörungsrüge) against its own Senate decision of December 16, 2025, ordering the complainant to bear the costs, thereby upholding the prior appellate dismissal of the criminal revision. The dispute concerned alleged violations of the right to be heard (Gehörsverletzung) in the appellate proceedings, specifically where the Senate allegedly failed to address the defendant’s arguments regarding the non-completion of a victim-offender reconciliation under § 46a No. 2 StGB and the failure to credit payments made to a civil party in sentencing. The court held that no procedural error occurred because the Federal Public Prosecutor had already substantively addressed the reconciliation issue in its motion for revision, and the court is not required to align with the appellant's arguments even if it rejects them under Art. 103 (1) Basic Law; furthermore, the sentencing consideration of the civil party payment had already been explicitly addressed in the appellate judgment. The decisive legal bases included the standards for admissible hearing complaints in criminal revision proceedings, Art. 103 (1) GG, § 46a No. 2 StGB, and § 465 (1) StPO.

Legislator-Regeste

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§ 465 Abs. 1 StPO; Hearing complaint: No violation of right to be heard where appellate court omits arguments already addressed by opposing party or subsumed in prior judgment: The dispute concerned alleged violations of the right to be heard (Gehörsverletzung) in the appellate proceedings, specifically where the Senate allegedly failed to address the defendant’s arguments regarding the non-completion of a victim-offender reconciliation under § 46a No. 2 StGB and the failure to credit payments made to a civil party in sentencing. The court held that no procedural error occurred because the Federal Public Prosecutor had already substantively addressed the reconciliation issue in its motion for revision, and the court is not required to align with the appellant's arguments even if it rejects them under Art. 103 (1) Basic Law; furthermore, the sentencing consideration of the civil party payment had already been explicitly addressed in the appellate judgment. The decisive legal bases included the standards for admissible hearing complaints in criminal revision proceedings, Art. 103 (1) GG, § 46a No. 2 StGB, and § 465 (1) StPO.

Schlagwörter

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Anspruch auf rechtliches Gehör Strafanzeige Verletzung von Verfahrensrechten Revision eines Entscheids Opferrechte Zivilrechtsstreitigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 465 Abs. 1 StPO

Provision applied as the legal basis for imposing the costs of the proceedings on the complainant in the dispositive.

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Volltext

Die Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Senatsbeschluss vom 16. Dezember 2025 wird auf seine Kosten verworfen.

[GRUENDE]

Die zulässig erhobene Anhörungsrüge gegen den Beschluss des Senats vom 16. Dezember 2025 hat keinen Erfolg, weil der Senat bei seiner Entscheidung weder Verfahrensstoff verwertet hat, zu dem der Verurteilte nicht gehört worden wäre, noch zu berücksichtigendes Vorbringen des Verurteilten übergangen hat. Soweit die Rüge eine Gehörsverletzung daraus folgern will, dass sich der Senat in seinem Beschluss zu zwei Fragen der Strafzumessung nicht verhalten hat, greift sie nicht durch, weil die eine Frage schon durch die Antragsschrift des Generalbundesanwalts beantwortet worden war und sich die andere Frage angesichts der im angefochtenen Urteil vorhandenen Ausführungen gar nicht stellt.

1. Zur mangelnden Erfüllung der Voraussetzungen eines Täter-Opfer-Ausgleichs gemäß § 46a Nr. 2 StGB hat sich der Generalbundesanwalt bereits in seiner Antragsschrift zur Revision des Antragstellers ausführlich verhalten. Der Vortrag in der Gegenerklärung hat dem Senat keinen Anlass zu einer Ergänzung gegeben. Das Schweigen auf Ausführungen in der Gegenerklärung offenbart im revisionsgerichtlichen Beschlussverfahren, dass diese ungeeignet gewesen sind, die vom Generalbundesanwalt dargelegte Erfolglosigkeit der mit der Revisionsbegründung vorgebrachten Beanstandungen zu entkräften. Dass der Senat sich der abweichenden Auffassung des Beschwerdeführers nicht angeschlossen hat, begründet keinen Gehörsverstoß (vgl. BGH, Beschlüsse vom 9. September 2025 – 5 StR 478/24; vom 7. Oktober 2025 – 5 StR 269/25), denn Art. 103 Abs. 1 GG gewährleistet nicht, dass das Gericht der Argumentation des Rechtsschutzsuchenden inhaltlich folgt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. September 2022 – 2 BvR 2222/21, NJW 2022, 3413 Rn. 27).

2. Soweit mit der Rüge vorgetragen wird, das Landgericht habe die im Rahmen des Strafverfahrens an die Nebenklägerin geleistete Zahlung nicht zugunsten des Angeklagten berücksichtigt, werden die entsprechenden Ausführungen in den Urteilsgründen übersehen (vgl. UA S. 19).

3. Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung von § 465 Abs. 1 StPO.

Cirener Köhler Resch

von Häfen Werner