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6 StR 529/25 ECLI:DE:BGH:2026:080126B6STR529.25.1 KI-generiert

Effect of misclassifying amphetamine as a hard drug on sentencing where heroin and cocaine are also present

Geschäftsnummer 6 StR 529/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the defendant’s appeal as unfounded, upholding the conviction and sentencing from the lower court. The dispute concerned a drug offense where the defendant argued that the trial court erred in classifying amphetamine as a “hard drug,” a categorization the appellate court acknowledged was legally incorrect based on established precedent placing the substance in the medium danger category. However, the appeal failed because the court determined the error did not affect the outcome; the sentence was justified by the presence of cocaine and heroin in the defendant’s residence, which constituted independent aggravating factors. The decisive legal basis involved the principle of *Beruhen* under § 337 Abs. 1 StPO, allowing the appellate court to disregard a legal error in sentencing if it is proven that the judgment would have been the same without the error.

Legislator-Regeste

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Effect of misclassifying amphetamine as a hard drug on sentencing where heroin and cocaine are also present: Zwar hat das Landgericht Amphetamin als „Hartdroge“ eingeordnet und dabei übersehen, dass dieser Stoff nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auf der Gefährlichkeitsskala einen mittleren Platz einnimmt, weshalb die Gefährlichkeit nicht strafschärfend berücksichtigt werden darf (vgl. BGH, Beschlüsse vom 20. November 2025 – 2 StR 488/25; vom 15. Oktober 2024 – 6 StR 355/24; vom 26. Juli 2022 – 3 StR 193/22; vom 19. Mai 2022 – 1 StR 83/22). Der Senat schließt aber ein Beruhen des Urteils auf dem Rechtsfehler aus (§ 337 Abs. 1 StPO), weil in der Wohnung des Angeklagten neben einer vergleichsweise geringen Menge Amphetamin auch Kokain und Heroin aufgefunden worden ist.

Schlagwörter

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fehlerhafte Strafzumessung Betäubungsmittelbesitz Wirkungen des Urteils schwerer Fall Betäubungsmittelabhängigkeit Beschränkungen unterliegende Stoffe

Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Braunschweig vom 2. September 2025 wird als unbegründet verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Zwar hat das Landgericht Amphetamin als „Hartdroge“ eingeordnet und dabei übersehen, dass dieser Stoff nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auf der Gefährlichkeitsskala einen mittleren Platz einnimmt, weshalb die Gefährlichkeit nicht strafschärfend berücksichtigt werden darf (vgl. BGH, Beschlüsse vom 20. November 2025 – 2 StR 488/25; vom 15. Oktober 2024 – 6 StR 355/24; vom 26. Juli 2022 – 3 StR 193/22; vom 19. Mai 2022 – 1 StR 83/22). Der Senat schließt aber ein Beruhen des Urteils auf dem Rechtsfehler aus (§ 337 Abs. 1 StPO), weil in der Wohnung des Angeklagten neben einer vergleichsweise geringen Menge Amphetamin auch Kokain und Heroin aufgefunden worden ist.

Bartel Wenske Fritsche

von Schmettau Arnoldi