Withdrawal of appeal waives right to reinstate and re-file review in criminal proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (2nd Criminal Senate) dismissed the defendant's application for reinstatement to the previous status as inadmissible and rejected his re-filed appeal as inadmissible, ordering the defendant to bear the costs of his legal remedies, thereby leaving the Lower Court's conviction and three-year-and-three-month prison sentence in force. The dispute concerned a conviction for armed dealing in narcotic substances and cannabis in significant quantities, where the defendant claimed his mandatory counsel had failed to file an appeal against his express instructions; however, the counsel had effectively withdrawn the appeal filed by the defendant, and the defendant later sought reinstation to file a new appeal. The decisive legal basis was the doctrine that a valid declaration of withdrawal of an appeal constitutes an irrevocable waiver of the right to appeal, which precludes both reinstatement into the appeal deadline and the admissibility of any subsequently filed new appeal, rendering the application for reinstatement and the re-filed appeal legally excluded.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 473 Abs. 1 Satz 1 StPO; Withdrawal of appeal waives right to reinstate and re-file review in criminal proceedings: The dispute concerned a conviction for armed dealing in narcotic substances and cannabis in significant quantities, where the defendant claimed his mandatory counsel had failed to file an appeal against his express instructions; however, the counsel had effectively withdrawn the appeal filed by the defendant, and the defendant later sought reinstation to file a new appeal. The decisive legal basis was the doctrine that a valid declaration of withdrawal of an appeal constitutes an irrevocable waiver of the right to appeal, which precludes both reinstatement into the appeal deadline and the admissibility of any subsequently filed new appeal, rendering the application for reinstatement and the re-filed appeal legally excluded.
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KI-generiertCited in the third order of the dispositive to impose the costs of the legal remedies on the convicted person.
Volltext
1. Der Antrag des Verurteilten auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Frist zur Einlegung der Revision gegen das Urteil des Landgerichts Aachen vom 9. April 2024 wird als unzulässig verworfen.
2. Die erneut eingelegte Revision des Verurteilten gegen das vorbezeichnete Urteil wird als unzulässig verworfen.
3. Der Verurteilte hat die Kosten seiner Rechtsmittel zu tragen.
[GRUENDE]
I. Das Landgericht hat den Verurteilten wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln „in nicht geringer Menge“ in Tateinheit mit bewaffnetem Handeltreiben mit Cannabis „in nicht geringer Menge“ zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt.
Hiergegen hat der Verurteilte am 15. April 2024 Revision eingelegt, die sein Pflichtverteidiger am 29. April 2024 unter Vorlage einer entsprechenden Vollmacht zurückgenommen hat. Mit Beschluss vom 13. Mai 2024 hat das Landgericht dem Verurteilten die Kosten seines zurückgenommenen Rechtsmittels auferlegt.
Mit Schriftsatz eines weiteren Verteidigers vom 10. Juni 2024 hat der Verurteilte die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in die Revisionseinlegungs- und die Revisionsbegründungsfrist beantragt und erneut Revision gegen das vorgenannte Urteil eingelegt. Er trägt vor, sein Pflichtverteidiger habe entgegen seiner ausdrücklichen Weisung gegen das vorbezeichnete Urteil keine Revision eingelegt.
II. 1. Der Antrag auf Wiedereinsetzung in die Frist zur Einlegung der Revision – einer Entscheidung über den Antrag auf Wiedereinsetzung in die Frist zur Begründung der Revision bedarf es auch vom Rechtsstandpunkt des Verurteilten nicht (vgl. BGH, Beschluss vom 5. November 2024 – 4 StR 418/24, Rn. 2) – ist unzulässig.
Der Wiedereinsetzung steht die wirksame und damit nicht widerrufbare oder anfechtbare Rücknahmeerklärung entgegen, die zum Verlust des Rechtsmittels geführt hat. Eine Wiedereinsetzung ist rechtlich ausgeschlossen und daher unzulässig (BGH, Beschlüsse vom 20. Februar 2017 – 1 StR 552/16, NStZ 2017, 487, 489, und vom 29. April 2024 – 5 StR 559/23, NStZ-RR 2024, 225, 226).
2. Gleiches gilt für die erneut eingelegte Revision. Da die Revisionsrücknahme zugleich einen Verzicht auf die Revisionseinlegung enthält, wäre selbst eine fristgemäß eingelegte erneute Revision unzulässig (BGH, Beschluss vom 6. Dezember 2016 – 4 StR 558/16, Rn. 8 mwN).
3. Die Kostenentscheidung beruht auf § 473 Abs. 1 Satz 1 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 28. Oktober 2010 – 4 StR 388/10, Rn. 11).
Menges Zeng Meyberg
Schmidt Herold