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V ZR 82/24 ECLI:DE:BGH:2025:150125BVZR82.24.0 KI-generiert

Inadmissibility of objection to a hearing for lack of counsel authorization and failure to prove independent violation of right to be heard

Geschäftsnummer V ZR 82/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant’s objection to a hearing (Anhörungsrüge) as inadmissible, thereby upholding the senate’s earlier decision of December 12, 2024, which had rejected the defendant’s complaint for leave to appeal and denied its application for legal aid. The case involved a procedural challenge under the German Code of Civil Procedure, where the defendant alleged a violation of its right to be heard regarding the non-acceptance of its arguments. The court ruled that the objection was inadmissible on three grounds: first, the challenge regarding the leave-to-appeal decision was not filed by a lawyer authorized to practice before the BGH; second, the challenge regarding the denial of legal aid failed to demonstrate a distinct, decisive violation of Article 103(1) of the Basic Law, as the defendant merely repeated previously considered arguments; and third, the request for an extension of the two-week deadline to supplement the objection was refused because statutory deadlines (Notfristen) under § 224(2) Sentence 2 ZPO are non-extendable.

Legislator-Regeste

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§ 321a Abs. 1 ZPO, § 321a Abs. 2 Satz 5 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG; Inadmissibility of objection to a hearing for lack of counsel authorization and failure to prove independent violation of right to be heard: Soweit die Beklagte die Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (§ 321a ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG) im Hinblick auf die Zurückweisung ihrer Nichtzulassungsbeschwerde rügt, ist ihre Anhörungsrüge unzulässig, weil sie nicht durch einen bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt wurde (§ 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO, vgl. BGH, Beschluss vom 26. Januar 2021 - VI ZR 354/19, NJW-RR 2021, 375 Rn. 3).

Schlagwörter

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Anspruch auf rechtliches Gehör Verfahrensrügen unentgeltliche Rechtspflege gesetzliche Verfahrensfrist gesetzliche Voraussetzungen ZPO-Bestimmung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Anhörungsrüge der Beklagten gegen den Beschluss des Senats vom 12. Dezember 2024 wird als unzulässig verworfen.

[GRUENDE]

Die nach § 321a Abs. 1 ZPO statthafte Anhörungsrüge ist als unzulässig zu verwerfen.

1. Soweit die Beklagte die Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (§ 321a ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG) im Hinblick auf die Zurückweisung ihrer Nichtzulassungsbeschwerde rügt, ist ihre Anhörungsrüge unzulässig, weil sie nicht durch einen bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt wurde (§ 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO, vgl. BGH, Beschluss vom 26. Januar 2021 - VI ZR 354/19, NJW-RR 2021, 375 Rn. 3).

2. Die gegen die Versagung von Prozesskostenhilfe gerichtete Anhörungsrüge ist ebenfalls unzulässig, weil es an der vorgeschriebenen Darlegung (§ 321a Abs. 2 Satz 5 ZPO) einer eigenständigen entscheidungserheblichen Verletzung von Art. 103 Abs. 1 GG durch den Senat fehlt. Die Darlegung muss erkennen lassen, aus welchen konkreten Gründen der Beschwerdeführer meint, die Ablehnung der beantragten Prozesskostenhilfe lasse nur den Schluss zu, dass sein Vorbringen nicht zur Kenntnis genommen worden sei. Daran fehlt es hier. Die Beklagte wiederholt im Wesentlichen ihr - von dem Senat zur Kenntnis genommenes, aber aus Rechtsgründen für unerheblich erachtetes - bisheriges Vorbringen aus der Antragsschrift.

3. Eine von der Beklagten beantragte Verlängerung der Frist zur ergänzenden Begründung der Anhörungsrüge kommt nicht in Betracht. Gemäß § 321a Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 1 ZPO ist die Rüge innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen nach Kenntnis von der Verletzung des rechtlichen Gehörs zu erheben. Innerhalb dieser Frist ist auch die erforderliche Begründung einzureichen (vgl. BAG, NJW 2010, 2830 Rn. 4; Zöller/Vollkommer, ZPO, 35. Aufl., § 321a Rn. 14). Notfristen sind gemäß § 224 Abs. 2 Halbsatz 2 ZPO einer Friständerung entzogen (vgl. Senat, Beschluss vom 27. April 2022 - V ZA 2/22, juris Rn. 1; BGH, Urteil vom 9. Juli 2009 - IX ZR 197/08, NJW-RR 2009, 1712 Rn. 12).

Brückner Haberkamp Hamdorf

Malik Laube