Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4 StR 537/25 ECLI:DE:BGH:2026:120126B4STR537.25.0 KI-generiert

Aggregation of prior sentence into total sentence under § 55 StGB despite conviction for offenses committed before the prior judgment

Geschäftsnummer 4 StR 537/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Appeal (4th Criminal Senate) partially granted the defendant's revision, overturning the Landgericht Essen's April 2025 judgment solely regarding the total sentence calculation, and referred the matter for a subsequent judicial decision under §§ 460, 462 StPO while rejecting the remainder of the appeal. The dispute concerned a conviction for computer fraud in two instances, each in concurrence with the forgery of significant data, where the defendant challenged the sentencing as erroneous despite an acquittal on other counts. The appellate court found that the lower court committed a legal error under § 55 Abs. 1 StGB by failing to aggregate a five-month imprisonment term from a prior June 2023 judgment into the new total sentence, as the criminal acts committed in December 2022 predated that earlier conviction, necessitating the application of § 354 Abs. 1b Satz 1 StPO to remit the sentencing determination to a subsequent procedure.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 55 Abs. 1 StGB, §§ 460, 462 StPO; Aggregation of prior sentence into total sentence under § 55 StGB despite conviction for offenses committed before the prior judgment: The dispute concerned a conviction for computer fraud in two instances, each in concurrence with the forgery of significant data, where the defendant challenged the sentencing as erroneous despite an acquittal on other counts. The appellate court found that the lower court committed a legal error under § 55 Abs. 1 StGB by failing to aggregate a five-month imprisonment term from a prior June 2023 judgment into the new total sentence, as the criminal acts committed in December 2022 predated that earlier conviction, necessitating the application of § 354 Abs. 1b Satz 1 StPO to remit the sentencing determination to a subsequent procedure.

Schlagwörter

KI-generiert
Strafurteil Gesamtstrafe Revision eines Entscheids Betrug Rechnungsfehler Cyber-Verbrechen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§§ 460, 462 StPO

Cited in the operative order to mandate a subsequent judicial decision regarding the total sentence.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Essen vom 28. April 2025 im Ausspruch über die Gesamtstrafe mit der Maßgabe aufgehoben, dass hierüber eine nachträgliche gerichtliche Entscheidung nach §§ 460, 462 StPO zu treffen ist.

Die weiter gehende Revision wird verworfen.

Die Entscheidung über die Kosten des Rechtsmittels bleibt dem für das Nachverfahren gemäß §§ 460, 462 StPO zuständigen Gericht vorbehalten.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten – unter Teilfreispruch im Übrigen – wegen Computerbetrugs in zwei Fällen, jeweils in Tateinheit mit Fälschung beweiserheblicher Daten, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt und die Einziehung des Wertes von Taterträgen angeordnet. Hiergegen richtet sich die auf die Rüge der Verletzung materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten, die lediglich den aus der Beschlussformel ersichtlichen Teilerfolg erzielt.

1. Der Ausspruch über die Gesamtstrafe ist rechtsfehlerhaft. Die Strafkammer hat übersehen, dass die mit Urteil des Landgerichts Essen vom 29. Juni 2023 verhängte und noch nicht erledigte Freiheitsstrafe von fünf Monaten (vgl. Ziffer I. 5. der Urteilsgründe) nach § 55 Abs. 1 StGB in die zu bildende Gesamtfreiheitsstrafe einzubeziehen ist. Denn die verfahrensgegenständlichen Taten beging der Angeklagte im Dezember 2022 und damit vor dieser rechtskräftigen Verurteilung.

Da lediglich über die Bildung der Gesamtstrafe erneut zu befinden ist, macht der Senat von der Möglichkeit Gebrauch, die Entscheidung hierüber gemäß § 354 Abs. 1b Satz 1 StPO in das Nachverfahren nach §§ 460, 462 StPO zu verweisen.

2. Im Übrigen hat die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben (§ 349 Abs. 2 StPO).

Quentin Maatsch Scheuß

Momsen-Pflanz Gödicke