Reclassification of drug trafficking to milder cannabis trade under new Cannabis Act, rendering sentencing invalid
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice partially granted the defendant’s revision, altering the conviction for drug dealing to "trade in cannabis" and ordering the lower court to re-sentence him, while rejecting the remainder of the appeal; the original trial court had convicted the defendant of dealing drugs in a non-quantitative amount and driving without a license, resulting in a suspended one-year and three-month prison term. The dispute centered on the correct legal classification of the offense following the entry into force of the new Cannabis Act on April 1, 2024, which rendered the previous charge under the Narcotics Act a "milder law" for the specific quantity of approximately 78g of marijuana seized. Applying § 2 Abs. 3 StGB, the court determined that § 34 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG superseded the prior statute, and finding this error rendered the sentencing foundation invalid, it modified the judgment under § 354 Abs. 1 StPO and remanded the case for a new determination of the penalty, though the facts and ancillary orders regarding confiscation and license suspension were deemed unaffected.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 2 Abs. 3 StGB, § 354 Abs. 1 StPO, § 354a StPO, § 265 StPO, § 353 Abs. 2 StPO; Reclassification of drug trafficking to milder cannabis trade under new Cannabis Act, rendering sentencing invalid: The dispute centered on the correct legal classification of the offense following the entry into force of the new Cannabis Act on April 1, 2024, which rendered the previous charge under the Narcotics Act a "milder law" for the specific quantity of approximately 78g of marijuana seized. Applying § 2 Abs. 3 StGB, the court determined that § 34 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG superseded the prior statute, and finding this error rendered the sentencing foundation invalid, it modified the judgment under § 354 Abs. 1 StPO and remanded the case for a new determination of the penalty, though the facts and ancillary orders regarding confiscation and license suspension were deemed unaffected.
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KI-generiertCited in the dispositive to characterize the rejected portion of the appeal as unfounded.
Procedural basis cited in the dispositive for the modification of the conviction and the remand of the case.
Volltext
Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 27. März 2024 im Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte des Handeltreibens mit Cannabis in Tateinheit mit Fahren ohne Fahrerlaubnis schuldig ist, und im Strafausspruch aufgehoben.
Die weitergehende Revision wird verworfen.
Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis unter Einbeziehung einer rechtskräftigen Strafe zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt, eine Einziehungsentscheidung getroffen und die Verwaltungsbehörde angewiesen, ihm vor Ablauf eines Jahres keine Fahrerlaubnis zu erteilen. Die Revision des Angeklagten hat mit der Sachrüge in dem aus der Beschlussformel ersichtlichen Umfang Erfolg und erweist sich im Übrigen als unbegründet im Sinne von § 349 Abs. 2 StPO.
Das Handeltreiben des Angeklagten bezog sich auf knapp 78 g Marihuana mit einem Wirkstoffanteil von 7,72 g Tetrahydrocannabinol. Dies unterfällt nach dem seit dem 1. April 2024 geltenden KCanG (BGBl. I 2024 Nr. 109) als Handeltreiben mit Cannabis der Strafvorschrift des § 34 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG. Dabei handelt es sich hier im Vergleich zu § 29a BtMG um das mildere Recht (§ 2 Abs. 3 StGB). Wie der Generalbundesanwalt zutreffend ausgeführt hat, steht das Fahren ohne Fahrerlaubnis hierzu in Tateinheit. Der Senat hat den Schuldspruch daher entsprechend § 354 Abs. 1 StPO iVm § 354a StPO geändert (vgl. BGH, Beschluss vom 24.
April 2024 – 5 StR 136/24, NStZ 2024, 416, 417). Dem steht die Vorschrift des § 265 StPO nicht entgegen, weil sich der Angeklagte insoweit nicht wirksamer als geschehen hätte verteidigen können. Dies entzieht dem Strafausspruch die Grundlage. Die Einziehungsentscheidung und die Anordnung der isolierten Sperrfrist sind vom Rechtsfehler nicht betroffen. Die Feststellungen sind ebenfalls rechtsfehlerfrei und können deshalb bestehen bleiben (§ 353 Abs. 2 StPO).
Cirener Gericke Mosbacher
Resch Werner