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2 StR 671/25 ECLI:DE:BGH:2025:161225B2STR671.25.0 KI-generiert

Forfeiture of criminal proceeds: correction to joint and several liability of co-perpetrators

Geschäftsnummer 2 StR 671/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Appeal (BGH 2nd Criminal Senate) partially granted the defendant's revision, modifying the Landgericht Frankfurt am Main's judgment to order the forfeiture of the value of criminal proceeds amounting to EUR 400,000 as a joint and several debtor (*Gesamtschuldner*), while dismissing the remainder of the appeal and upholding the sentence of eleven years and four months imprisonment for extortionate kidnapping in concurrence with serious robbery and dangerous bodily harm. The dispute centered on the procedural and substantive handling of the forfeiture order, where the appellate court found that the lower court erroneously failed to specify the joint and several liability of multiple perpetrators who had acquired joint control over the same assets, a requirement derived from established case law. The decisive legal basis for the correction included §§ 73, 73c, 73d StGB regarding the forfeiture of criminal proceeds, applied in conjunction with § 354(1) StPO to retroactively mandate the specific form of liability, while the full cost of the legal remedy was imposed on the appellant under § 473(4) StPO due to the limited success of the revision.

Legislator-Regeste

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§ 354 Abs. 1 StPO; Forfeiture of criminal proceeds: correction to joint and several liability of co-perpetrators: The dispute centered on the procedural and substantive handling of the forfeiture order, where the appellate court found that the lower court erroneously failed to specify the joint and several liability of multiple perpetrators who had acquired joint control over the same assets, a requirement derived from established case law. The decisive legal basis for the correction included §§ 73, 73c, 73d StGB regarding the forfeiture of criminal proceeds, applied in conjunction with § 354(1) StPO to retroactively mandate the specific form of liability, while the full cost of the legal remedy was imposed on the appellant under § 473(4) StPO due to the limited success of the revision.

Schlagwörter

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Einziehung von Deliktsvermögen Strafzumessung bei Raub Revision des Strafurteils Solidarhaftung prozessleitende Verfügungen Entführung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 354 Abs. 1 StPO

Procedural rule applied to correct the lower court's omission and formally order the joint and several liability of the offender in the dispositive.

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Volltext

1. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main vom 4. Juli 2025, soweit es ihn betrifft, in der Einziehungsentscheidung dahin geändert, dass gegen den Angeklagten die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 400.000 Euro als Gesamtschuldner angeordnet wird.

2. Die weitergehende Revision wird verworfen.

3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die den Nebenklägern im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen „erpresserischen Menschenraubs in Tateinheit mit schwerem Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung“ zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und vier Monaten verurteilt. Ferner hat es, gestützt auf „§§ 73 Abs. 1, 73c, 73d StGB“, gegen ihn „die Einziehung von 400.000,00 Euro angeordnet“. Seine hiergegen gerichtete, auf die Rüge der Verletzung materiellen Rechts gestützte Revision hat den aus der Beschlussformel ersichtlichen Teilerfolg. Im Übrigen ist das Rechtsmittel unbegründet.

Während die Überprüfung des Schuld- und Strafausspruchs keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat, ist die rechtsfehlerfrei auf § 73 Abs. 1, § 73c StGB gestützte Einziehungsentscheidung zunächst dahin abzuändern, dass die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 400.000 Euro angeordnet wird. Zudem hat die Strafkammer verkannt, dass mehrere Beteiligte, die – wie hier – an demselben Gegenstand Mitverfügungsgewalt erlangt haben, als Gesamtschuldner haften (st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Urteil vom 21. November 2018 – 2 StR 262/18, NStZ 2019, 221, 222 Rn. 7). Der Senat holt auch die notwendige Anordnung der Gesamtschuld entsprechend § 354 Abs. 1 StPO nach.

Angesichts des geringen Erfolgs der Revision ist es nicht unbillig, den Beschwerdeführer mit den gesamten Kosten seines Rechtsmittels zu belasten (§ 473 Abs. 4 StPO).

Menges Meyberg Grube

Schmidt Zimmermann