Failure to set the daily rate for individual fines where total custodial sentence is imposed and limits on correcting non-appealed conviction errors under Section 349(2) StPO.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Criminal Justice (BGH) rejected the defendant’s appeal as unfounded, but corrected the original judgment by setting the daily rate for the imposed individual fine sentences at the statutory minimum of one euro, while denying the prosecution's request to aggravate a conviction from attempted to completed theft. The case involved a criminal appeal where the lower court had failed to specify the daily rate for fines imposed in conjunction with a total custodial sentence, and the prosecution had argued that one count of attempted theft was factually complete. The court relied on § 354 Abs. 1 of the Code of Criminal Procedure (StPO) to mandatorily fix the fine daily rate despite the concurrence with imprisonment, and cited § 349 Abs. 2 StPO to decline the prosecution's non-beneficial request to worsen the defendant's guilt finding in the absence of a specific complaint against that aspect of the verdict.
Legislator-Regeste
KI-generiertFailure to set the daily rate for individual fines where total custodial sentence is imposed and limits on correcting non-appealed conviction errors under Section 349(2) StPO: Die Strafkammer hat es unterlassen, die Tagessatzhöhe für die verhängten Einzelgeldstrafen festzusetzen. Das ist aber auch dann erforderlich, wenn – wie hier – Freiheitsstrafen mit Geldstrafen zusammentreffen und eine Gesamtfreiheitsstrafe gebildet wird. Der Senat holt dies nach und setzt die Tagessatzhöhe wie vom Generalbundesanwalt beantragt entsprechend § 354 Abs. 1 StPO jeweils auf den Mindestsatz von einem Euro fest (vgl. BGH, Urteil vom 14. September 2022 – 5 StR 194/22 Rn. 21; Beschluss vom 13. Januar 2022 – 6 StR 469/21 mwN).
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KI-generiertVolltext
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Münster vom 30. April 2024 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass die Tagessatzhöhe für die in den Fällen II. 1., 5., 6., 8. und 10. der Urteilsgründe verhängten Einzelgeldstrafen auf jeweils einen Euro festgesetzt wird.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin dadurch entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Die Strafkammer hat es unterlassen, die Tagessatzhöhe für die verhängten Einzelgeldstrafen festzusetzen. Das ist aber auch dann erforderlich, wenn – wie hier – Freiheitsstrafen mit Geldstrafen zusammentreffen und eine Gesamtfreiheitsstrafe gebildet wird. Der Senat holt dies nach und setzt die Tagessatzhöhe wie vom Generalbundesanwalt beantragt entsprechend § 354 Abs. 1 StPO jeweils auf den Mindestsatz von einem Euro fest (vgl. BGH, Urteil vom 14. September 2022 – 5 StR 194/22 Rn. 21; Beschluss vom 13. Januar 2022 – 6 StR 469/21 mwN).
Für eine Verböserung des Schuldspruchs im Fall II. 6. der Urteilsgründe (Diebstahl statt versuchter Diebstahl) hat der Senat hingegen mangels Beschwer des Angeklagten hier keine Veranlassung gesehen. Der hierauf gerichtete Antrag des Generalbundesanwalts hindert eine Entscheidung nach § 349 Abs. 2 StPO nicht, da er nicht zu Gunsten des Angeklagten wirkt (vgl. BGH, Beschluss vom 13. Dezember 2023 – 6 StR 531/23; Beschluss vom 18. August 2020 – 5 StR 209/20).
Quentin Maatsch Scheuß
Tschakert Gödicke