Violation of the statutory judge due to single judge's refusal to transfer fundamentally significant forced auction admissibility decision to collegiate panel
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) overturned the lower court’s decision and remanded the case to the single-judge level for renewed proceedings, ruling in favor of the appealing party who successfully challenged the legality of the prior instance; the court imposed no court fees for the appellate stage. The dispute arose in a forced auction procedure where the appellant had lost at both the Amtsgericht and Landgericht levels against the successful bidder, and the BGH determined that the lower court’s judgment violated the constitutional right to a statutory judge (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) because the single judge erroneously allowed the appeal based on the "fundamental significance" of the legal issue without transferring the case to a collegiate panel as required by § 568 Satz 2 Nr. 2 ZPO. The decisive legal basis includes the objective arbitrariness of the single judge’s decision when accepting a specific admissibility ground, the ex officio review of such constitutional violations by the appellate court, and § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG regarding the waiver of court costs.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 568 Satz 2 Nr. 2 ZPO, § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG; Violation of the statutory judge due to single judge's refusal to transfer fundamentally significant forced auction admissibility decision to collegiate panel: The dispute arose in a forced auction procedure where the appellant had lost at both the Amtsgericht and Landgericht levels against the successful bidder, and the BGH determined that the lower court’s judgment violated the constitutional right to a statutory judge (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) because the single judge erroneously allowed the appeal based on the "fundamental significance" of the legal issue without transferring the case to a collegiate panel as required by § 568 Satz 2 Nr. 2 ZPO. The decisive legal basis includes the objective arbitrariness of the single judge’s decision when accepting a specific admissibility ground, the ex officio review of such constitutional violations by the appellate court, and § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG regarding the waiver of court costs.
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KI-generiertCited as the basis for the order that no court costs are levied for the legal complaint proceedings.
Volltext
Auf die Rechtsbeschwerde der Beteiligten zu 9 wird der Beschluss der 10. Zivilkammer des Landgerichts Essen vom 29. Juli 2025 aufgehoben.
Die Sache wird zur erneuten Entscheidung - auch über die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens - an das Beschwerdegericht zurückverwiesen.
Gerichtskosten für das Rechtsbeschwerdeverfahren werden nicht erhoben.
[GRUENDE]
I. Die Beteiligte zu 9 wendet sich gegen den Zuschlag über das eingangs bezeichnete Zwangsversteigerungsobjekt an die weitere Beteiligte. Damit hat sie bei Amts- und Landgericht keinen Erfolg gehabt. Mit der zugelassenen Rechtsbeschwerde verfolgt sie ihr Begehren weiter.
II. 1. Die Rechtsbeschwerde ist zulässig. Insbesondere ist die Entscheidung über die Zulassung des Rechtsmittels nicht deshalb unwirksam, weil sie durch den Einzelrichter und nicht durch die Kammer erfolgt ist (st. Rspr., zuletzt Senat, Beschluss vom 7. März 2024 - V ZB 73/23, juris Rn. 2 mwN).
2. Die angefochtene Entscheidung unterliegt bereits deshalb der Aufhebung, weil sie unter Verletzung des Verfassungsgebots des gesetzlichen Richters (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) ergangen ist. Der Einzelrichter hat bei Rechtssachen, in denen er einen Zulassungsgrund bejaht, zwingend das Verfahren an das Kollegium zu übertragen (§ 568 Satz 2 Nr. 2 ZPO). Bejaht er, wie hier, mit der Zulassungsentscheidung zugleich die - im Sinne aller in § 574 Abs. 2 ZPO genannten Zulassungsgründe zu verstehende - grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache, ist seine Entscheidung objektiv willkürlich und verstößt gegen das Verfassungsgebot des gesetzlichen Richters. Diesen Verstoß hat das Rechtsbeschwerdegericht von Amts wegen zu berücksichtigen (st. Rspr.; zuletzt Senat, Beschluss vom 7. März 2024 - V ZB 73/23, juris Rn. 3 mwN).
3. Die Zurückverweisung der Sache erfolgt an den Einzelrichter, der zunächst unter Berücksichtigung der Rechtsbeschwerdebegründung zu überprüfen haben wird, ob die Voraussetzungen für eine Übertragung an die Kammer gemäß § 568 Satz 2 ZPO vorliegen (vgl. Senat, Beschluss vom 7. März 2024 - V ZB 73/23, juris Rn. 4 mwN).
III. Die Entscheidung über die Nichterhebung von Gerichtskosten beruht auf § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG
Brückner Göbel Hamdorf
Malik Grau