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I ZR 182/22 ECLI:DE:BGH:2025:181225BIZR182.22.0 KI-generiert

Unavailability of factual correction under § 320 ZPO for the recitals of Federal Court of Justice judgments due to lack of documentary evidentiary effect

Geschäftsnummer I ZR 182/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (I Civil Senate) dismissed the plaintiff's application for correction of the judgment text (Tatbestandsberichtigung) as inadmissible, leaving the operative part of the prior decision unchanged. The dispute concerned the plaintiff's attempt to correct the text of a decision in an intellectual property litigation proceeding. The court held that the factual summary in the text of a Federal Court of Justice judgment generally lacks documentary evidentiary effect and is therefore not subject to correction under § 320 ZPO, as per established case law; the court determined that no exceptional circumstances existed under which the judgment text would acquire evidentiary force under § 314 ZPO following a remand, rendering the application statutorily impermissible.

Legislator-Regeste

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Unavailability of factual correction under § 320 ZPO for the recitals of Federal Court of Justice judgments due to lack of documentary evidentiary effect: Der Antrag ist mangels Statthaftigkeit unzulässig. Der Tatbestand eines Revisionsurteils unterliegt grundsätzlich nicht der Tatbestandsberichtigung gemäß § 320 ZPO, weil die in ihm enthaltene verkürzte Wiedergabe des Parteivorbringens keine urkundliche Beweiskraft besitzt (BGH, Beschluss vom 17. Dezember 1998 - V ZR 224/97, NJW 1999, 796 [juris Rn. 1]; Beschluss vom 30. Oktober 2003 - I ZR 176/01, GRUR 2004, 271 [juris Rn. 2], jeweils mwN). Ein Ausnahmefall, in dem der Tatbestand des Revisionsurteils nach einer Zurückverweisung für das weitere Verfahren urkundliche Beweiskraft nach § 314 ZPO entfaltet (dazu vgl. BGH, Beschluss vom 22. Februar 1990 - IX ZR 257/88, juris Rn. 2), liegt nicht vor.

Schlagwörter

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Zivilurteil geistiges Eigentum E-Justice unveränderte Verhältnisse Beweisverfügungen ungenügender Nachweis der Gesundheitsverschlechterung
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Volltext

Der Tatbestandsberichtigungsantrag der Klägerin wird als unzulässig verworfen.

[GRUENDE]

Der Antrag ist mangels Statthaftigkeit unzulässig. Der Tatbestand eines Revisionsurteils unterliegt grundsätzlich nicht der Tatbestandsberichtigung gemäß § 320 ZPO, weil die in ihm enthaltene verkürzte Wiedergabe des Parteivorbringens keine urkundliche Beweiskraft besitzt (BGH, Beschluss vom 17. Dezember 1998 - V ZR 224/97, NJW 1999, 796 [juris Rn. 1]; Beschluss vom 30. Oktober 2003 - I ZR 176/01, GRUR 2004, 271 [juris Rn. 2], jeweils mwN). Ein Ausnahmefall, in dem der Tatbestand des Revisionsurteils nach einer Zurückverweisung für das weitere Verfahren urkundliche Beweiskraft nach § 314 ZPO entfaltet (dazu vgl. BGH, Beschluss vom 22. Februar 1990 - IX ZR 257/88, juris Rn. 2), liegt nicht vor.

Koch Löffler Schwonke

Feddersen Odörfer