Attempted extortion: Exclusion of § 250(2)(1) StGB for weapon used solely to conceal prior crime
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (2nd Criminal Senate) dismissed the defendant's appeal as unfounded, upholding the lower court's conviction and ordering the defendant to bear the costs of the appeal and the necessary expenses of the cross-complainant. The dispute concerned a conviction for attempted murder in concurrent offenses with attempted aggravated robbery by threat and dangerous bodily injury, challenging the legal characterization and sentencing of the crimes. The court confirmed the validity of the guilty verdict, noting that the defendant had threatened the victim with an unloaded blank-firing pistol while carrying a knife to demand cash and a debt acknowledgment; although the lower court erroneously cited § 250(2)(1) StGB regarding the use of the knife for coercion purposes—finding instead that the knife was used solely to conceal the failed extortion—the BGH determined this subsumption error did not influence the sentencing, which was correctly based on the mitigated sentencing range of § 211(1) StGB.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 211 Abs. 1 StGB; Attempted extortion: Exclusion of § 250(2)(1) StGB for weapon used solely to conceal prior crime: The dispute concerned a conviction for attempted murder in concurrent offenses with attempted aggravated robbery by threat and dangerous bodily injury, challenging the legal characterization and sentencing of the crimes. The court confirmed the validity of the guilty verdict, noting that the defendant had threatened the victim with an unloaded blank-firing pistol while carrying a knife to demand cash and a debt acknowledgment; although the lower court erroneously cited § 250(2)(1) StGB regarding the use of the knife for coercion purposes—finding instead that the knife was used solely to conceal the failed extortion—the BGH determined this subsumption error did not influence the sentencing, which was correctly based on the mitigated sentencing range of § 211(1) StGB.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the dispositive section as the basis for the sentencing framework (gemilderter Strafrahmen) applied to the defendant.
Volltext
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Gießen vom 8. April 2025 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Der Schuldspruch wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchter schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung ist rechtsfehlerfrei. Die Feststellungen belegen die tateinheitlich verwirklichte versuchte schwere räuberische Erpressung, da der Angeklagte, während er das später eingesetzte Messer mit sich führte, die Nebenklägerin mit einer ungeladenen Schreckschusspistole bedrohte, als er von ihr die Übergabe einer größeren Menge Bargeld und eines Schuldanerkenntnisses forderte.
Soweit die Strafkammer bei der rechtlichen Würdigung davon spricht, der Angeklagte habe sich einer „versuchten schweren räuberischen Erpressung gem. §§ 255, 253, 250 Abs. 2 Nr. 1, 22, 23 StGB“ schuldig gemacht, und bei der Liste der angewandten Vorschriften § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB zitiert, hat sie zwar übersehen, dass der Angeklagte das Messer nach den rechtsfehlerfreien Feststellungen nicht zu Nötigungszwecken, sondern erst, wie die Strafkammer ebenfalls zutreffend festgestellt hat, zur Verdeckung der vorausgegangenen und aus seiner Sicht fehlgeschlagenen versuchten schweren räuberischen Erpressung einsetzte (vgl. hierzu BGH, Beschluss vom 28.
Februar 2024 – 5 StR 23/24, NStZ-RR 2024, 147). Der Senat schließt indes aus, dass der Strafausspruch auf dem Subsumtionsfehler beruht. Die Strafkammer hat die Strafe dem gemilderten Strafrahmen des § 211 Abs. 1 StGB entnommen und bei der konkreten Strafzumessung lediglich berücksichtigt, dass der Angeklagte „tateinheitlich drei Straftatbestände […] und dabei zugleich zwei verschiedene Varianten der gefährlichen Körperverletzung“ verwirklichte.
Menges Meyberg Grube
Schmidt Lutz