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VIa ZR 609/22 ECLI:DE:BGH:2024:130224BVIAZR609.22.0 KI-generiert

Threshold-value causality and intentional statutory violation by engine manufacturers in diesel emissions manipulation tort claims

Geschäftsnummer VIa ZR 609/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the plaintiff's non-admission complaint, rejecting the claim for revision and leaving the lower appellate court's judgment affirming the dismissal of the claims intact. The dispute concerned product liability arising from alleged diesel engine emissions manipulation, where the plaintiff sought damages against the engine manufacturer for violations of tort law and EU type-approval regulations. The BGH held that the case lacked fundamental legal significance or a need to ensure uniform jurisprudence, noting that the relevance of threshold-value causality for tortious interference claims had been resolved by subsequent BGH case law, and that the plaintiff failed to demonstrate that the engine manufacturer knowingly participated in an intentional statutory violation by vehicle manufacturers under § 823 Abs. 2 BGB i.c.w. § 6 Abs. 1, § 27 Abs. 1 EG-FGV; consequently, the plaintiff was ordered to bear the costs of the complaint proceedings.

Legislator-Regeste

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO; Threshold-value causality and intentional statutory violation by engine manufacturers in diesel emissions manipulation tort claims: The dispute concerned product liability arising from alleged diesel engine emissions manipulation, where the plaintiff sought damages against the engine manufacturer for violations of tort law and EU type-approval regulations. The BGH held that the case lacked fundamental legal significance or a need to ensure uniform jurisprudence, noting that the relevance of threshold-value causality for tortious interference claims had been resolved by subsequent BGH case law, and that the plaintiff failed to demonstrate that the engine manufacturer knowingly participated in an intentional statutory violation by vehicle manufacturers under § 823 Abs. 2 BGB i.c.w. § 6 Abs. 1, § 27 Abs. 1 EG-FGV; consequently, the plaintiff was ordered to bear the costs of the complaint proceedings.

Schlagwörter

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Produktehaftung Streitwertgrenze Streitwert Fahrzeugart Prüfung des Kausalzusammenhangs E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO

Statutory basis for dismissing the non-admission complaint due to lack of fundamental significance or need for uniform jurisprudence.

§ 97 Abs. 1 ZPO

Basis for ordering the losing party to bear the costs of the complaint proceedings.

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Volltext

Die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers gegen den Beschluss des 8. Zivilsenats des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 7. April 2022 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache weder grundsätzliche Bedeutung hat noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).

Soweit sich die Nichtzulassungsbeschwerde gegen die Ablehnung eines Anspruchs aus §§ 826, 31 BGB durch das Berufungsgericht richtet, liegt kein durchgreifender Zulassungsgrund vor. Im Hinblick auf die Frage der Maßgeblichkeit der Grenzwertkausalität für die Haftung aus §§ 826, 31 BGB sind die geltend gemachten Zulassungsgründe nach Einlegung des Rechtsmittels weggefallen und die Revision hat auch keine Erfolgsaussichten (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 2023 ­ VIa ZR 535/21, juris Rn. 11). Soweit die Nichtzulassungsbeschwerde sich gegen die Ablehnung eines Anspruchs aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 6 Abs. 1, § 27 Abs. 1 EG-FGV durch das Berufungsgericht wendet, legt sie die Entscheidungserheblichkeit der geltend gemachten Zulassungsgründe nicht dar.

Die Beklagte ist Motorherstellerin, nicht Fahrzeugherstellerin. Einen vorsätzlichen Gesetzesverstoß der Fahrzeugherstellerin, an dem sich die Beklagte als Motorherstellerin hätte beteiligen können, hat der Kläger nicht hinreichend dargetan (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 2023 ­ VIa ZR 1119/22, NJW 2023, 3580). Die geltend gemachte Verletzung von Verfahrensgrundrechten hat der Senat geprüft, aber für nicht durchgreifend erachtet.

Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen, weil sie nicht geeignet wäre, zur Klärung der Voraussetzungen beizutragen, unter denen eine Revision zuzulassen ist.

Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt bis 30.000 €.

C. Fischer Krüger Götz

Rensen Katzenstein