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VIII ZA 3/22 ECLI:DE:BGH:2022:251022BVIIIZA3.22.0 KI-generiert

Mold in rental apartment: tenant’s alleged changed usage behavior vs. expert-caused user conduct and legal aid for non-admission complaint

Geschäftsnummer VIII ZA 3/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant's counter-representation (Gegenvorstellung) against the senate's refusal to grant legal aid, thereby upholding the decision that the prospects of a successful non-admission complaint were insufficient and confirming the lower courts' judgments. The dispute centered on a tenancy case where the appellate court had denied the existence of construction defects causing mold in the defendant's apartment and instead attributed the damage to the tenant's improper usage, such as insufficient heating and inadequate furniture spacing from walls, based on expert evidence. The appellate court further rejected the tenant's claim that their usage behavior had changed since the first-instance inspection, reasoning that even assuming the truth of this new evidence would not alter the outcome given the expert's findings on the persistent user behavior. The decisive legal basis involved the standards for granting legal aid for a non-admission complaint (Nichtzulassungsbeschwerde), specifically requiring a demonstrable violation of the right to be heard (Gehörsverstoß) or other legal errors in the evaluation of evidence regarding the causal link between usage behavior and the mold damage.

Legislator-Regeste

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Mold in rental apartment: tenant’s alleged changed usage behavior vs. expert-caused user conduct and legal aid for non-admission complaint: The dispute centered on a tenancy case where the appellate court had denied the existence of construction defects causing mold in the defendant's apartment and instead attributed the damage to the tenant's improper usage, such as insufficient heating and inadequate furniture spacing from walls, based on expert evidence. The appellate court further rejected the tenant's claim that their usage behavior had changed since the first-instance inspection, reasoning that even assuming the truth of this new evidence would not alter the outcome given the expert's findings on the persistent user behavior. The decisive legal basis involved the standards for granting legal aid for a non-admission complaint (Nichtzulassungsbeschwerde), specifically requiring a demonstrable violation of the right to be heard (Gehörsverstoß) or other legal errors in the evaluation of evidence regarding the causal link between usage behavior and the mold damage.

Schlagwörter

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Rechte des Mieters Baumängel Kontrollrecht neues Beweismittel Leistung einer Sicherheit unentgeltliche Rechtspflege
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Volltext

Die Gegenvorstellung der Beklagten gegen den Senatsbeschluss vom 30. August 2022 wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

Die Gegenvorstellung hat keinen Erfolg. Der Senat hat sich bei seiner dem Beschluss vom 30. August 2022 zugrundeliegenden Würdigung der Erfolgsaussichten einer Nichtzulassungsbeschwerde der Beklagten (auch) mit dem von diesen bereits im Prozesskostenhilfeantrag geltend gemachten Gehörsverstoß befasst, der dem Berufungsgericht im Zusammenhang mit der zweitinstanzlichen Beweisaufnahme über die Ursache für den Schimmelbefall in der Wohnung der Beklagten unterlaufen sein soll. Einer diesbezüglichen Rüge hat der Senat jedoch keine hinreichende Erfolgsaussicht beigemessen. Hieran hält er auch unter Berücksichtigung des Vorbringens in der Gegenvorstellung fest.

Das Amtsgericht und diesem folgend das Berufungsgericht haben aufgrund des erstinstanzlich eingeholten Gutachtens des Sachverständigen F. (auch) Fehler im Nutzungsverhalten der Beklagten - insbesondere einen nicht ausreichenden Abstand der Möbel zu den Wänden und eine unzureichende Beheizung der Räumlichkeiten - bejaht. Vom Berufungsgericht war nach der Zurückverweisung der Sache noch ergänzend zu möglichen bauseitigen Ursachen für den Schimmelbefall Beweis zu erheben. Solche bauseitigen Ursachen hat das Berufungsgericht indes ohne zulassungsrelevanten Verfahrensfehler verneint. Insbesondere hat die im Berufungsverfahren bestellte Sachverständige P. nach eingehender Untersuchung des Bauwerks und der aktuellen örtlichen Gegebenheiten in der Wohnung ausgeführt, dass das Nutzerverhalten der Mieter für den Schimmelpilzbefall in der Wohnung ursächlich gewesen sein müsse, weil eine bauseitige Ursache nicht festgestellt werden könne. Auf den von den Beklagten gehaltenen und unter Zeugenbeweis gestellten Vortrag zu einem spätestens seit dem Ortstermin des erstinstanzlichen Sachverständigen geänderten Nutzungsverhalten kam es insoweit nicht an. Er kann sogar als wahr unterstellt werden, weil auch dann unter Berücksichtigung der gutachterlichen Ausführungen eine andere Entscheidung ausgeschlossen ist. Zulassungsrelevante Rechtsfehler des Berufungsgerichts sind insoweit weder ersichtlich noch ergeben sich solche aus dem Vorbringen der Beklagten im Prozesskostenhilfeantrag oder in der Gegenvorstellung.

Dr. Fetzer

Dr. Bünger

Kosziol

Dr. Schmidt

Dr. Reichelt