Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 StR 221/22 ECLI:DE:BGH:2022:210922B1STR221.22.1 KI-generiert

Betrug und Beihilfe zum Betrug: rechtsstaatswidrige Verfahrensverzögerung im zweiten Rechtsgang, zusätzliche Anrechnung als vollstreckt

Geschäftsnummer 1 StR 221/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice rejected the defendant's appeal and his complaint against the probation decision, upholding the Regional Court's conviction for three counts of fraud and one count of aiding fraud, which carried a total custodial sentence of one year suspended on probation; however, the Court ruled that one additional month of the sentence must be treated as already served due to a constitutional violation of procedural delays that occurred during the current appellate proceedings. The dispute centered on alleged violations of substantive law and the legality of specific conditions imposed in the probation order, with the former resulting in a partial success for the defendant regarding the duration of the sentence, while the latter was deemed lawful and the conditions were found not to be contrary to law. The decisive legal basis involved the assessment of procedural delays under the principles of a fair trial (rechtsstaatswidrige Verfahrensverzögerung) to credit time served, and the determination that the specific probationary measure was not unlawful given the circumstances of the case.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 349 Abs. 2 StPO; Betrug und Beihilfe zum Betrug: rechtsstaatswidrige Verfahrensverzögerung im zweiten Rechtsgang, zusätzliche Anrechnung als vollstreckt: The dispute centered on alleged violations of substantive law and the legality of specific conditions imposed in the probation order, with the former resulting in a partial success for the defendant regarding the duration of the sentence, while the latter was deemed lawful and the conditions were found not to be contrary to law. The decisive legal basis involved the assessment of procedural delays under the principles of a fair trial (rechtsstaatswidrige Verfahrensverzögerung) to credit time served, and the determination that the specific probationary measure was not unlawful given the circumstances of the case.

Schlagwörter

KI-generiert
Strafurteil Verfahrensverzögerungen faires Verfahren Verfahrensverletzungen Betrug E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 349 Abs. 2 StPO

Procedural basis cited in the dispositive for the rejection of the appeal as unfounded.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

1. Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Schwerin vom 27. Januar 2022 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass von der verhängten Gesamtfreiheitsstrafe ein weiterer Monat als vollstreckt gilt.

2. Die Beschwerde des Angeklagten gegen die Ziffern 2 und 3 des Bewährungsbeschlusses des Landgerichts Schwerin vom 27. Januar 2022 wird als unbegründet verworfen.

3. Der Angeklagte hat die Kosten der Revision und der Beschwerde zu tragen.

[GRUENDE]

1. Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Betruges in drei Fällen und wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt und die Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt. Aufgrund einer rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung im ersten Rechtsgang gelten vier Monate der Freiheitsstrafe als vollstreckt.

Die Revision, mit der der Angeklagte die Verletzung materiellen Rechts rügt, erzielt lediglich wegen einer im zweiten Rechtsgang eingetretenen rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung einen Teilerfolg; insoweit gilt ein weiterer Monat als vollstreckt. Im Übrigen ist das Rechtsmittel aus den zutreffenden Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts unbegründet (§ 349 Abs. 2 StPO).

2. Die Beschwerde des Angeklagten gegen den Bewährungsbeschluss ist unbegründet; angesichts der Umstände des Einzelfalles ist die Anordnung in Ziffer 3 des Beschlusses nicht gesetzwidrig.

Jäger

Richter am BundesgerichtshofBellay ist erkrankt und dahergehindert zu unterschreiben.

Fischer

Jäger

Pernice

Munk