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VIII ZR 153/22 ECLI:DE:BGH:2022:041022BVIIIZR153.22.0 KI-generiert

Denial of mandatory legal aid in revision where estimated costs fall below the financial capacity threshold under § 115 (4) ZPO

Geschäftsnummer VIII ZR 153/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The BGH 8th Civil Senate dismissed the plaintiff's application for legal aid to defend against the defendant's appeal in the third instance of a civil proceeding. The dispute concerned the financial eligibility for necessary legal aid under § 119(1) sentence 2 ZPO, with the plaintiff arguing an inability to afford the costs of the revision proceedings. The court determined that the application was unfounded because the plaintiff's personal and economic circumstances demonstrated sufficient financial capacity to bear the estimated costs of 1,534.15 € for a Revision lawyer, calculated based on a subject matter in dispute of up to 5,000 € under the VV RVG. Relying on § 115(4) ZPO, the court held that legal aid is not granted when the process costs are expected to exceed four monthly installments and available assets, which was the case here as the total cost requirement did not meet the threshold for exemption.

Legislator-Regeste

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§ 119 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 115 Abs. 4 ZPO; Denial of mandatory legal aid in revision where estimated costs fall below the financial capacity threshold under § 115 (4) ZPO: Zu den Kosten der Prozessführung zählen für die Klägerin als Rechtsmittelbeklagte diejenigen der Beauftragung eines Revisionsanwalts (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Juli 2018 - IX ZR 66/18, BeckRS 2018, 16129 Rn. 1; vgl. auch BGH, Beschluss vom 13. Juli 1988 - IVb ZR 19/88, FamRZ 1988, 1153 unter II), welche unter Zugrundelegung eines Streitwerts in Höhe von bis 5.000 € einen Betrag von 1.534,15 € ergeben (2,3 Verfahrensgebühr nach Nr. 3208 VV RVG, 1,5 Terminsgebühr nach Nr. 3210 VV RVG, Auslagenpauschale nach Nr. 7002 VV RVG sowie Umsatzsteuer nach Nr. 7008 VV RVG).

Schlagwörter

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Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege zivilrechtliche Revision finanzielle Verhältnisse Kostenberechnung Rechtsfähigkeit Streitgegenstand

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Der Antrag der Klägerin auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe zur Verteidigung gegen die Revision der Beklagten wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Die Voraussetzungen für die Bewilligung - hier notwendiger (§ 119 Abs. 1 Satz 2 ZPO) - Prozesskostenhilfe liegen nicht vor, weil die Klägerin nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten ihrer Rechtsverteidigung in der Revisionsinstanz aufbringen kann. Denn nach § 115 Abs. 4 ZPO wird Prozesskostenhilfe nicht bewilligt, wenn die Kosten der Prozessführung der Partei vier Monatsraten und die aus dem Vermögen aufzubringenden Teilbeträge voraussichtlich nicht übersteigen. Dies ist vorliegend der Fall.

Zu den Kosten der Prozessführung zählen für die Klägerin als Rechtsmittelbeklagte diejenigen der Beauftragung eines Revisionsanwalts (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Juli 2018 - IX ZR 66/18, BeckRS 2018, 16129 Rn. 1; vgl. auch BGH, Beschluss vom 13. Juli 1988 - IVb ZR 19/88, FamRZ 1988, 1153 unter II), welche unter Zugrundelegung eines Streitwerts in Höhe von bis 5.000 € einen Betrag von 1.534,15 € ergeben (2,3 Verfahrensgebühr nach Nr. 3208 VV RVG, 1,5 Terminsgebühr nach Nr. 3210 VV RVG, Auslagenpauschale nach Nr. 7002 VV RVG sowie Umsatzsteuer nach Nr. 7008 VV RVG).

Dr. Bünger

Dr. Liebert

Dr. Schmidt

Wiegand

Dr. Matussek