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II ZB 13/22 ECLI:DE:BGH:2022:200922BIIZB13.22.0 KI-generiert

Denial of legal aid for non-admission complaint: Inadmissibility against intermediate procedural orders in family law and lack of prospect of success

Geschäftsnummer II ZB 13/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) denied the applicant’s request for legal aid to file a non-admission complaint (Nichtzulassungsbeschwerde) against two decisions by the Stuttgart Higher Regional Court, ruling that the intended litigation had no prospect of success; consequently, the lower court rulings remain in force. The dispute concerned the procedural admissibility of a challenge against an intermediate procedural order in a family law matter, wherein the Regional Court had dismissed an application for inspection of files and initiation of a settlement procedure, and the Higher Regional Court subsequently confirmed the finality of that decision and dismissed an accompanying hearing complaint (Anhörungsrüge) as inadmissible. The BGH determined that a non-admission complaint was not legally permissible because it is reserved for final judgments or specific appeal-dismissing orders in appeal proceedings, not intermediate procedural orders; additionally, the ruling on the hearing complaint was rendered statutorily unappealable, and any potential legal complaint against the main order was barred because it required prior explicit permission from the Higher Regional Court, which had not been granted.

Legislator-Regeste

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 544 Abs. 1 ZPO, § 522 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 522 Abs. 3 ZPO, § 321a Abs. 4 Satz 4 ZPO, § 70 Abs. 1 FamFG; Denial of legal aid for non-admission complaint: Inadmissibility against intermediate procedural orders in family law and lack of prospect of success: The dispute concerned the procedural admissibility of a challenge against an intermediate procedural order in a family law matter, wherein the Regional Court had dismissed an application for inspection of files and initiation of a settlement procedure, and the Higher Regional Court subsequently confirmed the finality of that decision and dismissed an accompanying hearing complaint (Anhörungsrüge) as inadmissible. The BGH determined that a non-admission complaint was not legally permissible because it is reserved for final judgments or specific appeal-dismissing orders in appeal proceedings, not intermediate procedural orders; additionally, the ruling on the hearing complaint was rendered statutorily unappealable, and any potential legal complaint against the main order was barred because it required prior explicit permission from the Higher Regional Court, which had not been granted.

Schlagwörter

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Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege prozessleitende Verfügungen Prozesserledigung Landesrecht Besuchsrecht gesetzlicher Ausschlussgrund

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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II ZB 24/03
November 2004 - II ZB 24/03, NJW-RR 2005, 294 f.; Beschluss vom 7.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO

Sole statutory ground cited for denying the request for legal aid due to the lack of a prospect of success.

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Volltext

Der Antrag des Antragstellers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen die Beschlüsse des 20. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 28. März 2022 und vom 14. April 2022 wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

I. Mit Beschluss vom 15. November 2021 hat das Landgericht ein Akteneinsichtsgesuch und einen Antrag des Antragstellers auf Einleitung eines Spruchverfahrens gegen die Antragsgegnerin zurückgewiesen. Hiergegen hat der Antragsteller "Widerspruch" eingelegt. Ferner hat er einen Strafantrag gestellt. Mit Beschluss vom 22. März 2022 hat das Landgericht darauf hingewiesen, dass die Kammer nicht für die Bearbeitung von Strafanträgen zuständig sei. Im Übrigen bestehe kein Anlass zur Abänderung der Entscheidung vom 15. November 2021, da der Beschluss rechtskräftig sei. Rein vorsorglich werde das Verfahren dem Oberlandesgericht Stuttgart vorgelegt.

Mit Beschluss vom 28. März 2022 hat das Oberlandesgericht festgestellt, dass eine weitergehende Entscheidung nicht veranlasst sei. Der Beschluss des Landgerichts vom 15. November 2021 sei rechtskräftig, da die Beschwerdefrist bei Eingang des Schreibens des Antragstellers vom 17. März 2022 abgelaufen gewesen sei. Eine Anhörungsrüge des Antragstellers hat das Oberlandesgericht mit Beschluss vom 14. April 2022 als unzulässig verworfen.

Mit Schreiben vom 20. April 2022 hat der Antragsteller Prozesskostenhilfe zur Durchführung eines Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens verlangt. Ungeachtet eines Hinweises der Rechtspflegerin, dass ein zum Bundesgerichtshof statthaftes Rechtsmittel gegen die Beschlüsse des Oberlandesgerichts vom 28. März 2022 und vom 14. April 2022 nicht gegeben sei, hält der Antragsteller an seinem Begehren fest.

II. Die vom Antragsteller begehrte Prozesskostenhilfe für eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen die Beschlüsse des Oberlandesgerichts konnte nicht bewilligt werden, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine Aussicht auf Erfolg hat (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

1. Gegen die Entscheidungen des Oberlandesgerichts ist die Nichtzulassungsbeschwerde nicht statthaft. Diese setzt die Nichtzulassung der Revision in einem in der Berufungsinstanz erlassenen Endurteil (§ 542 Abs. 1, § 543 Abs. 1 Nr. 1, § 544 Abs. 1 ZPO) bzw. einen die Berufung nach § 522 Abs. 2 Satz 1 ZPO zurückweisenden Beschluss voraus (§ 522 Abs. 3 ZPO). Die Beschlüsse des Oberlandesgerichts vom 28. März 2022 und vom 14. April 2022 sind keine ein Berufungsverfahren abschließenden Entscheidungen.

2. Der Beschluss vom 14. April 2022, mit dem das Oberlandesgericht die Anhörungsrüge des Antragstellers als unzulässig verworfen hat, ist unanfechtbar (§ 321a Abs. 4 Satz 4 ZPO).

3. Gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts vom 28. März 2022wäre allenfalls die Rechtsbeschwerde statthaft. Dies setzte aber nach § 70 Abs. 1 FamFG voraus, dass das Oberlandesgericht sie zugelassen hat. Das ist nicht der Fall. Mit einem Rechtsmittel kann auch nicht geltend gemacht werden, das vorinstanzliche Gericht hätte die Rechtsbeschwerde zulassen müssen (BGH, Beschluss vom 8. November 2004 - II ZB 24/03, NJW-RR 2005, 294 f.; Beschluss vom 7. Juli 2022 - III ZA 8/22, juris Rn. 4).

Born

Wöstmann

Bernau

V. Sander

Adams