Lack of standing for former advance care attorney to file second appeal in own name challenging guardianship appointment
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) dismissed the second-appeal (Rechtsbeschwerde) of a party who had acted as a former advance care attorney, ruling that the appeal was inadmissible and leaving the lower court's confirmation of the guardianship order in force. The dispute concerned a guardianship proceeding where the appellant attempted to challenge the appointment of a legal guardian by filing the appellate remedy in his own name rather than on behalf of the affected person, despite having initially filed the appeal as a representative. The court held that the appellant lacked standing to appeal in his own name because he suffered no direct personal legal injury from the guardian's appointment, citing that a former representative cannot independently contest the guardianship; furthermore, even if he qualified as a participant under § 303 Abs. 2 Nr. 2 FamFG, he was barred from challenging a decision that merely confirmed the first-instance order without altering the substantive outcome.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 303 Abs. 2 Nr. 2 FamFG, § 303 Abs. 2 FamFG, § 36 Abs. 3 GNotKG; Lack of standing for former advance care attorney to file second appeal in own name challenging guardianship appointment: The dispute concerned a guardianship proceeding where the appellant attempted to challenge the appointment of a legal guardian by filing the appellate remedy in his own name rather than on behalf of the affected person, despite having initially filed the appeal as a representative. The court held that the appellant lacked standing to appeal in his own name because he suffered no direct personal legal injury from the guardian's appointment, citing that a former representative cannot independently contest the guardianship; furthermore, even if he qualified as a participant under § 303 Abs. 2 Nr. 2 FamFG, he was barred from challenging a decision that merely confirmed the first-instance order without altering the substantive outcome.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the dispositive to determine that a specific fee value assessment is not required for the appellate proceedings.
Volltext
Die Rechtsbeschwerde des weiteren Beteiligten zu 4 gegen den Beschluss der 9. Zivilkammer des Landgerichts Zwickau vom 16. März 2022 wird verworfen.
Das Rechtsbeschwerdeverfahren ist gerichtskostenfrei. Außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.
Eine Festsetzung des Beschwerdewerts (§ 36 Abs. 3 GNotKG) ist nicht veranlasst.
[GRUENDE]
Die Rechtsbeschwerde ist unzulässig, weil dem Beteiligten zu 4 die Beschwerdeberechtigung für ein Rechtsmittel im eigenen Namen fehlt.
Der Beteiligte zu 4 ist durch den angefochtenen Beschluss des Landgerichts nicht formell beschwert. Die am 21. April 2021 eingelegte Beschwerde gegen den Beschluss des Amtsgerichts hat der Beteiligte zu 4 - anders als dies im Rubrum und in der Beschlussformel der landgerichtlichen Entscheidung zum Ausdruck kommt - nicht in eigenem Namen, sondern ausdrücklich im Namen der Betroffenen (als deren Vorsorgebevollmächtigter) eingelegt.
Der Beteiligte zu 4 ist durch die angefochtene Entscheidung auch nicht materiell beschwert. Eine Rechtsbeschwerdebefugnis des (früheren) Vorsorgebevollmächtigten im eigenen Namen besteht mangels unmittelbarer Beeinträchtigung eigener Rechte nicht; unabhängig von der Wirksamkeit des Widerrufs einer Vorsorgevollmacht kann der frühere Bevollmächtigte deshalb nur im Namen des Betroffenen, nicht aber im eigenen Namen Rechtsmittel gegen die Bestellung eines Betreuers einlegen (vgl. Senatsbeschluss vom 12. Dezember 2018 - XII ZB 387/18 - FamRZ 2019, 466 Rn. 9). Ob der Beteiligte zu 4 zu dem Personenkreis gehört, der - bei einer Beteiligung im erstinstanzlichen Verfahren - seine Beschwerdeberechtigung für die Rechtsbeschwerde aus § 303 Abs. 2 Nr. 2 FamFG herleiten könnte, kann dahinstehen. Denn auch ein in § 303 Abs. 2 FamFG genannter Beteiligter eines Betreuungsverfahrens, der nicht selbst eine Erstbeschwerde führt, hat kein Recht, sich gegen die den amtsgerichtlichen Beschluss lediglich bestätigende Beschwerdeentscheidung mit der Rechtsbeschwerde zu wenden (Senatsbeschluss vom 15. Dezember 2021 - XII ZB 383/21 - FamRZ 2022, 654 Rn. 3 mwN).
Dose
Klinkhammer
Nedden-Boeger
Botur
Guhling