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4 StR 206/22 ECLI:DE:BGH:2022:290922B4STR206.22.2 KI-generiert

Calculation of pre-sentencing imprisonment duration for mandatory detoxification confinement

Geschäftsnummer 4 StR 206/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)
Kostenauflage zulasten Vorinstanz / Staat

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) partially granted the defendant's appeal, modifying the original judgment by reducing the mandatory pre-sentencing imprisonment prior to confinement in a detoxification institution from two years to one year and three months, while upholding the remaining conviction and sentence. The dispute concerned the calculation of the pre-sentencing prison term (Vorwegvollzug) imposed alongside a six-year and six-month aggregate custodial sentence for 142 counts of trafficking narcotics in non-minor quantities, a measure of security under criminal law. The court ruled that the lower court's estimate of the expected duration of the detoxification confinement only justified a pre-sentencing term of one year and three months, applying the statutory formula under § 67(2) sentence 3 and (5) of the German Criminal Code (StGB) to ensure proportionality between the expected institutional stay and the preceding detention.

Legislator-Regeste

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§ 354 Abs. 1 StPO; Calculation of pre-sentencing imprisonment duration for mandatory detoxification confinement: The dispute concerned the calculation of the pre-sentencing prison term (Vorwegvollzug) imposed alongside a six-year and six-month aggregate custodial sentence for 142 counts of trafficking narcotics in non-minor quantities, a measure of security under criminal law. The court ruled that the lower court's estimate of the expected duration of the detoxification confinement only justified a pre-sentencing term of one year and three months, applying the statutory formula under § 67(2) sentence 3 and (5) of the German Criminal Code (StGB) to ensure proportionality between the expected institutional stay and the preceding detention.

Schlagwörter

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Strafzumessung Betäubungsmittelhandel-Strafmass strafprozessuale Haft Aufenthaltsdauer strafrechtliche sichernde Massnahme Begriff der Entscheidung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 354 Abs. 1 StPO

Procedural basis cited in the dispositive for modifying the lower court's judgment regarding the pre-sentencing imprisonment.

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Volltext

Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Detmold vom 20. Januar 2022 dahingehend geändert, dass vor der Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt ein Jahr und drei Monate der gegen ihn verhängten Gesamtfreiheitsstrafe zu vollziehen sind.

Die Kosten des Rechtsmittels und die dem Angeklagten hierdurch entstandenen notwendigen Auslagen fallen der Staatskasse zur Last.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in 142 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt und seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt sowie den Vorwegvollzug von zwei Jahren der Gesamtfreiheitsstrafe angeordnet. Ferner hat es eine Einziehungsentscheidung getroffen.

Hiergegen richtet sich die auf die Rüge der Verletzung materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten, mit der er sich allein gegen die Dauer des angeordneten Vorwegvollzugs eines Teils der Gesamtfreiheitsstrafe wendet. Das wirksam beschränkte Rechtsmittel führt zum Erfolg. Die Revision macht zu Recht geltend, dass die – von ihr nicht angegriffenen – Feststellungen des Landgerichts zur voraussichtlichen Dauer der Maßregel einen Vorwegvollzug von lediglich einem Jahr und drei Monaten der Gesamtfreiheitsstrafe rechtfertigen (§ 67 Abs. 2 Satz 3, Abs. 5 StGB). Auf die zutreffenden Ausführungen in der Antragsschrift des Generalbundesanwalts wird ergänzend Bezug genommen. Der Senat ändert daher den Ausspruch über den Vorwegvollzug in entsprechender Anwendung des § 354 Abs. 1 StPO ab (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Februar 2022 – 3 StR 458/21 mwN).

Quentin

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