Legality of vehicle sales under Trade Ordinance and public morals as ground for unjust enrichment of purchase price
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice granted the plaintiff's application for legal aid to pursue her cross-appeal, appointing counsel and ordering monthly fees of €430, while noting that the prior legal aid granted to defend against the defendant's main appeal remains in force. The dispute concerns a claim for the return of a vehicle purchase price under unjust enrichment principles, where the core issue is whether the sales contract is void due to a violation of professional regulations (Trade Ordinance § 34 Abs. 4) or public morals (§ 138 Abs. 1 BGB). The court determined that the question of contract validity under § 134 BGB constitutes a complex legal issue of first impression that exceeds the scope of a summary review of prospects of success for legal aid purposes, thereby reserving a definitive judgment on its merits for the main proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 134 BGB, § 138 Abs. 1 BGB; Legality of vehicle sales under Trade Ordinance and public morals as ground for unjust enrichment of purchase price: Der Klägerin, welcher mit Senatsbeschluss vom 8. März 2022 bereits Prozesskostenhilfe zur Verteidigung gegen die Revision der Beklagten bewilligt wurde, war auf ihren Antrag auch zur Durchführung der von ihr eingelegten Anschlussrevision Prozesskostenhilfe zu gewähren (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO).
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KI-generiertVolltext
Der Klägerin wird zur Durchführung ihrer Anschlussrevision gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main - 2. Zivilsenat - vom 11. August 2021 Prozesskostenhilfe bewilligt und Rechtsanwalt Dr. Mennemeyer beigeordnet.
Die Partei hat auf die Prozesskosten monatlich 430 € an die zuständige Landeskasse zu zahlen.
[GRUENDE]
Der Klägerin, welcher mit Senatsbeschluss vom 8. März 2022 bereits Prozesskostenhilfe zur Verteidigung gegen die Revision der Beklagten bewilligt wurde, war auf ihren Antrag auch zur Durchführung der von ihr eingelegten Anschlussrevision Prozesskostenhilfe zu gewähren (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO).
Gegenstand der Anschlussrevision ist die Frage, ob die Klägerin - wovon das Berufungsgericht ausgegangen ist - zur Rückzahlung des seitens der Beklagten an sie gezahlten Kaufpreises für das Fahrzeug verpflichtet ist (§ 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BGB). Die Beantwortung dieser Frage hängt maßgebend davon ab, ob die zwischen den Parteien geschlossenen Verträge nach § 134 BGB in Verbindung mit § 34 Abs. 4 GewO beziehungsweise nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig sind. Hierbei handelt es sich in der vorliegenden Fallkonstellation um eine schwierige, bisher nicht entschiedene Rechtsfrage, deren Klärung nicht dem nur einer summarischen Prüfung der Erfolgsaussichten dienenden Prozesskostenhilfeverfahren unterfällt, sondern dem Hauptsacheverfahren vorbehalten ist (st. Rspr.; vgl. nur BVerfG, NVwZ 2012, 1390; BGH, Beschlüsse vom 7. März 2012 - XII ZB 391/10, NJW 2012, 1964 Rn. 14; vom 12. Juli 2016 - VIII ZB 25/15, NJW 2016, 3248 Rn. 25; vom 27. August 2019 - VI ZB 8/18, NJW 2020, 55 Rn. 18; vom 29. Juli 2020 - XII ZB 172/18, NJW-RR 2020, 1267 Rn. 13).
Dr. Bünger
Dr. Liebert
Dr. Schmidt
Wiegand
Dr. Matussek