Correction of joint and several liability amount in drug trafficking proceeds confiscation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice modified the lower court’s confiscation order, reducing the defendant’s total liability for proceeds of crime to €72,034 and correcting his joint and several liability portion to €20,295.34, while rejecting the remainder of his appeal. The dispute concerned the calculation of confiscation amounts following a conviction for association drug trafficking in not small quantities and aiding and abetting such offenses, specifically challenging a calculation error in the total value and the amount for which the defendant was jointly liable with two co-defendants. The court applied § 354(1) of the Code of Criminal Procedure in analogy to correct the judgment, finding that the defendant’s payment of €10,147.67 to each of two co-defendants necessitated a joint and several liability of €20,295.34, rather than the single amount originally ordered.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 354 Abs. 1 StPO; Correction of joint and several liability amount in drug trafficking proceeds confiscation: The dispute concerned the calculation of confiscation amounts following a conviction for association drug trafficking in not small quantities and aiding and abetting such offenses, specifically challenging a calculation error in the total value and the amount for which the defendant was jointly liable with two co-defendants. The court applied § 354(1) of the Code of Criminal Procedure in analogy to correct the judgment, finding that the defendant’s payment of €10,147.67 to each of two co-defendants necessitated a joint and several liability of €20,295.34, rather than the single amount originally ordered.
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KI-generiertCited as the procedural basis allowing the court to modify the confiscation order directly without remanding the case.
Volltext
1. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Osnabrück vom 4. Januar 2022 im Ausspruch über die Einziehung des Wertes von Taterträgen dahin geändert, dass die Anordnung in Höhe von 72.034 € ergeht, wobei der Angeklagte in Höhe von 20.295,34 € gesamtschuldnerisch haftet.
2. Die weitergehende Revision wird verworfen.
3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
I. Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Bandenhandels mit Betäubungsmitteln in Tateinheit mit Beihilfe zum Bandenhandel mit Betäubungsmitteln, jeweils in nicht geringer Menge, zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt und Einziehungsentscheidungen getroffen, darunter, dass er 72.035 € Wertersatz für Taterträge zu leisten hat, für den er in Höhe von 10.147,67 € gesamtschuldnerisch mit zwei Mitangeklagten haftet. Die revisionsrechtliche Überprüfung des Urteils hat nur hinsichtlich der letztgenannten Anordnung Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben:
Zum einen hat der Generalbundesanwalt in seiner Antragsschrift einen Rechenfehler aufgedeckt, der zur Reduktion des Einziehungsbetrags um einen Euro führt.
Zum anderen ist die Summe zu korrigieren, hinsichtlich derer der Angeklagte gesamtschuldnerisch haftet. Denn das Landgericht hat festgestellt, dass er aus seinem Erlangten an jeden der beiden Mitangeklagten 10.147,67 € auskehrte. Deshalb haftet er auf den doppelten Betrag, mithin in Höhe von 20.295,34 €, als Gesamtschuldner.
Der Senat kann den Einziehungsausspruch in entsprechender Anwendung des § 354 Abs. 1 StPO selbst ändern. Der namentlichen Benennung der anderen Gesamtschuldner in der Beschlussformel bedarf es nicht (BGH, Beschlüsse vom 29. Juni 2021 - 3 StR 126/21, juris Rn. 4; vom 13. Oktober 2021 - 2 StR 294/21, juris Rn. 3 jeweils mwN).
Berg
Paul
Erbguth
Kreicker
Voigt